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von Toby: Mein 2. Geburtstag Ein Verwöhntag für mich! Gleich nach dem Aufstehen hab ich von Frauchen ein Geschenk bekommen:
eine lustige grüne Schildkröte. Soll das ein Wink mit dem Zaunpfahl sein? Schildkröten sind langsam und gemütlich. Soll das auf mich abfärben,
damit ich mehr zur Ruhe komme? „Nein, junge Hunde müssen lebhaft sein!“, lacht Frauchen. „Ruhiger
werden sie von alleine.“ Die Schildkröte war gar nicht ruhig, die ist am frühen Morgen mit mir
durchs Bett getobt. Dann hat im Radio jemand „Happy birthday“
gesungen. Das hat gepasst!
Herrchen hat mir eine Plüsch-Eule geschenkt: weil ich meinen Kopf ganz weit drehen kann, wie ein Eulchen.
Seit meinem 1.
Geburtstag hab ich mich weiter „entwickelt“: Mein Fell hat
deutlich mehr Farbe bekommen und ist harscher geworden – wenigstens vorne.
Meine hintere Hälfte ist bisher nur ein bisschen cremefarben und noch
ziemlich watteweich und plüschig. Bis das fertig ist, brauche ich noch eine Weile, bestimmt noch ein
ganzes Jahr. In einem Fellfarben-Video vom Genlabor konnte Frauchen rausfinden: Meine Farbe heißt „zobel“ oder auch „sable“, in der Variante „creme“. Dabei wird die meiste
Farbe in die Haarspitzen gepackt. Das bedeutet: Wenn mein Fell zu lang wird, wird die schöne Farbe
abgeschnitten. Das ist schade. Aber es kommt wieder Farbe nach. Sehr selbstbewusst bin ich geworden. „Kleiner Angeber“, sagt Frauchen, wenn ich beim Spaziergang viel
scharren und knurren muss. Ich bin ein großer Hund in kleiner „Verpackung“.
Ich kann aber auch sehr vorsichtig sein. Auf jeden Fall bin ich kein Angsthase: Gewitter und
Silvesterfeuerwerk machen mir nichts aus. Das ist bei kleinen Hunden nicht selbstverständlich. Vielleicht ist
das auch ein Maremmano-Erbe.
Manchmal kratzt einer von uns am Gitter und möchte auch in den Raum,
wo der andere ist. Ich grummel aber manchmal noch, wenn Benjie
auf der anderen Seite vorbeiläuft, und manchmal springt auch trotz Gitter noch mein Attacke-Programm an,
ganz von selbst, da kann ich gar nichts machen. Das ist genauso, wie wenn mein Wächter-Modus anspringt, weil am
Ausguck Leute mit Hund vorbeigehen: „getriggert“. Herrchen und Frauchen wollen kein Risiko eingehen: Wir dürfen nicht
noch einmal kämpfen, sonst wirft uns das Monate zurück – wie seit dem Vorfall im Mai, als eine Gittertür nicht richtig zu war
und wir wieder aneinandergeraten sind.
Ein paar Mal am Tag wechseln wir die Räume. Frauchen oder Herrchen
ist immer bei einem von uns. Deshalb fühlen wir uns nicht weggesperrt, nur getrennt. Damit müssen wir erst mal zufrieden sein. Zu dumm, dass Herrchen wegen seiner Gesundheit bei unseren
Spaziergängen nicht mehr mitgeht, so dass wir nicht mehr gemeinsam üben können, dieselben Wege zu
gehen, mit Sicherheitsabstand. Ich werde aber ruhiger, raste nicht mehr so schnell aus. Deshalb geben wir die Hoffnung nicht auf, dass alles wieder gut
werden kann. Wenn das noch ein Jahr dauert, bis ich „ausgereift“ bin und bis ich
Benjie wieder vertrauen kann, dann ist das eben so … Auf jeden Fall geht es mir gut hier. Ich werde geliebt, darf mit Frauchen schöne Spaziergänge machen, wir
spielen jeden Tag, und auch mein Köpfchen bekommt immer wieder mal eine neue Aufgabe.
Ich lerne nämlich gerne. „Hinter mich!“ klappt jetzt auch draußen ganz gut, ohne Ablenkung.
Ich setze mich dann hinter Frauchen hin. Das soll mich schützen, wenn unfreundliche Hunde kommen, und soll mir
helfen, dann nicht in den Attacke-Modus zu gehen. „Rechts“ und „links“ kann ich nun unterscheiden und die richtige
Pfote anheben. Warum ich das lernen sollte? Damit ich beim Spaziergang an langer
Leine voraus richtig abbiegen kann. Alle Hunde, die hier waren, haben das gelernt. Und wenn ich das jetzt
kann, bin ich groß!
Toby, der für sein Frauchen „die süße Kirsche auf der Torte“ ist
… und weil wir immer abends im Schlafzimmer ein Spielchen machen, hatte Frauchen noch eine plüschige Zottelwurst für mich. Was es alles gibt … Von
morgens bis abends war es ein gelungener Geburtstag. |
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Umwelt nach
der Lehre von Dr. Edward Bach |
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Glück – was
ist das? Als ich mit Frauchen auf dem Herbstmarkt war, war da ein Stand
mit Brandmalerei,
Was ist eigentlich dieses „Glück“? Hm, eine Katze ist es für mich eher nicht. Neulich hat Frauchen mir ein Schild vorgelesen, auf dem stand: „Glück kannst du nicht kaufen, aber Eiscreme. Und das ist fast
dasselbe.“ Da musste ich sofort mit dem Schwanz wedeln.
Eiscreme kenne ich! Wenn ich mit Frauchen zum italienischen Eiscafé gehe und sie mir
ein Löffelchen von ihrem Eis abgibt, hüpft mein Herz bis zum Himmel! Genauso wie bei einem Stück von ihrem
Käsebrötchen oder von einem Rindswürstchen auf dem Abendbrottisch. Es gibt noch einen Spruch: „Wer sagt, Glück kann man nicht
anfassen, hat noch nie einen Hund gestreichelt.“ (Okay,
meinetwegen auch eine Katze.) Glück steckt in den kleinen Dingen. Man muss sie nur bemerken. Viele Wesen auf dieser Erde haben dieses
kleine Glück nämlich nicht. Menschen nicht und Vierbeiner auch nicht. Eigentlich hab ich ganz schön viel Hundeglück:
Menschenglück sieht manchmal ein bisschen anders
aus als Hundeglück. Kuscheln mit einem geliebten Haustier gehört dazu (ja, auch mit
einer Katze), im Sand buddeln eher nicht. Was Menschen glücklich macht:
Der allergrößte Hauptgewinn So richtig glücklich ist man, wenn man einmal im Leben etwas
Wundervolles geschenkt bekommen hat. Mehr, als man in seinen kühnsten Träumen für möglich gehalten
hätte. Etwas, das viel schöner ist als ein riesiger Lottogewinn, eine
Goldmedaille oder ein Weltmeistertitel. So etwas bekommt man nicht durch Fleiß. Es fällt einem einfach vor die Füße oder vor die Pfoten, wie ein
Überraschungsgeschenk vom Schicksal. Das ist so, wie einmal in den Glückstopf greifen und das
Allerbeste rausholen: den Hauptgewinn des Lebens. So was wie ein liebevolles Zuhause für einen Hund, der unter
einer unerträglichen Herkunft gelitten hat. Oder so was wie ein wundervoller Hund, der eines Tages ganz von
selbst in das Leben der Menschen tapst. Oder so was wie die große Liebe, die man immer im Herzen trägt
und die einem niemand mehr wegnehmen kann (das ist fast dasselbe wie ein wundervoller Hund). Solch ein Glück ist so stark, dass es Tausende schlechte Tage
wiedergutmacht. Wenn man an so ein Glück denkt, muss man sofort lächeln. Es
macht jeden Tag schön – für immer. Und welch ein Riesenglück ist es, wenn
jemand mehr als einen Hund, mehr als eine Liebe geschenkt bekommen hat!
Viele kleine Glücksmomente – wie ein Leckerli hier und ein
Streichler da – werden über die Jahre zu einem großen Glück. Richtig glücklich ist am Ende der, der von
Herzen dankbar sein kann.
Benjie, der für sein Frauchen ein Hauptgewinn ist – wie auch Toby natürlich, der uns plötzlich vom Schicksal
überreicht wurde
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Ich bin Benjie. Wo ich aufgewachsen bin, hieß ich Charmeur Ben. Charmeur – klar, weil ich einer bin. Und ein Franzose bin ich auch, meine Rasse jedenfalls: Petit Basset Griffon Vendéen. Also kein Bearded Collie, wie meine Vorgänger. Ich guck nur so ähnlich. Und bin pflegeleichter als die großen netten Wuschels, deren Fell durch falsches Züchten immer mehr geworden ist. 4 Bearded Collies haben hier gewohnt. Einen hab ich noch gekannt, Monty. Dann sollte Schluss sein mit viel Fell. Mein Frauchen hat die Beardie-Webseiten gemacht. Ihr Name ist Liesel Baumgart. Mein Blog müsste also eigentlich BBB heißen – Benjie Baumgart Blog. 2 Bs reichen. In unserem Zuhause werde ich oft „du Kasper“ genannt. Weil ich meistens lustig bin. Ich hab aber auch eine ganz empfindsame Seele … Ich bin hier Hund Nummer 9, seit 1989 der 9. Hund. Oft waren meine Vorgänger zu mehreren: zu zweit, zu dritt, eine Weile sogar zu fünft. Weil ich nicht allein bleiben sollte, kam im Frühjahr 2025 Toby zu uns: 4 Monate jung, klein, aber ein ganzer Kerl. Wir fanden ihn zufällig im Tierheim, eigentlich kommt er wohl aus Rumänien. Sofort haben wir uns damals gut verstanden, darum durfte doch noch mal ein Hund mit viel Fell bei uns einziehen. In Toby stecken Malteser, Shih Tzu, Pekingese, Magyar Vizsla, Maremmano und noch 6 andere Rassen. 1 Jahr lang waren wir die besten Freunde, dann hat er mich beim übermütigen Spiel auf einmal angegriffen, und ich musste mich wehren. Seitdem werden wir in unserem Haus getrennt. Toby vertraut mir nicht mehr und will mich immer beißen. Darum vertraue ich ihm auch nicht mehr. Mit Einfühlungsvermögen und Verständnis (Pubertät, Hormone …) arbeiten wir daran, dass das wieder besser wird. „Wenn Hunde reden könnten“, so hieß 1996 Frauchens erstes Buch. Liebe Menschen, die sich in Tiere einfühlen können, mögen es, wenn Hunde „reden“. Auch wenn Hunde mit ihren Gedanken reden, telepathisch. Das geht! Darum schließt sich hier der Kreis, wenn ich rede – oder schreibe.
Benjie, der von Herz zu Herz mit seinem Frauchen spricht |
Benjie
Toby |
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rechtlicher
Hinweis: Bilder können KI-generiert sein |
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