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31.3.2026 Es ist Heuschnupfen-Zeit. Wieder schniefen viele Zweibeiner – diesmal nicht wegen Erkältung, sondern wegen Blütenpollen, gegen die sie allergisch sind. Die Nase läuft, die Augen tränen oder sind so geschwollen, dass die Leute ohne Augentropfen fast nichts mehr sehen können. „Ich weine nicht, ich habe Heuschnupfen“, hat jemand gesagt. Auch Hunde können Heuschnupfen bekommen: mit Pollen von Gräsern, Bäumen, Sträuchern, Blumen. Der Körper hält Blütenstaub für gefährlich und schlägt Alarm. Die Haut juckt, die Hunde lecken sich die Pfoten und den Bauch wund, es gibt kahle Stellen im Fell, Rötungen, Quaddeln, Entzündungen, auch Ohr-Entzündungen. Hunde reagieren bei Allergien eher über die Haut als über Augen und Nase.
Wie bei Menschen, so nehmen Unverträglichkeiten, Allergien und Autoimmunkrankheiten auch bei Hunden zu. Hunde kratzen sich blutig, ihre Zweibeiner sind verzweifelt, laufen von einem Tierarzt um anderen, probieren immer wieder Neues aus (Medikamente, Futtersorten) und verlieren schließlich die Hoffnung. Die Aufräumer im Körper spielen verrückt: das Immunsystem. Warum eigentlich?
Kann sein, dass das Immunsystem damit einfach überfordert ist – schon bei Welpen-Fertigfutter mit etlichen Bestandteilen (Babys bekommen ja auch nicht gleich Fast Food mit wer weiß was drin). Giftstoffe greifen die Darmbakterien an. Im Darm sitzt der größte Teil vom Immunsystem.
und weil dadurch dem Immunsystem das Trainingslager fehlt.
häufig, wenn den Vierbeinern Farbe fehlt (weiß, gescheckt, merlefarben, farbverdünnt wie Beardies in den Farbschlägen Blau und Fawn). Hunde mit guter Lebenskraft haben kräftige Farben, die anderen sind eben … blass, oft weniger vital.
auch mit Intoleranz gegenüber anderen Lebewesen – so, wie Hunde überaus vehement ihr Revier abgrenzen und verteidigen können: „Territorialaggression“. „Wie der Herr, so’s G’scherr.“ Was hat das mit dem Immunsystem zu tun? Stimmungen der Zweibeiner saugt ein Hund auf wie ein Schwamm und reagiert dann auch so, auch mit den gleichen Krankheiten. Intoleranz aller Art gehört in der Bachblüten-Lehre zu 3/Beech, das auch das Hauptallergiemittel ist. Stress schwächt das Immunsystem, macht auch Verdauungsprobleme. Futterwechsel bringt meistens nur kurzfristig was. Oft haben wir gehört, dass Hunde Futtersorten vertragen, die sie nicht vertragen sollten (sagt das Labor) – und umgekehrt. Irgendwann kommt man an einen Punkt, wo auch Futter aus exotischen Tierarten ausgeschöpft ist, zuletzt womöglich noch Insekten (bäh!). Der Grund ist, dass in Wahrheit nicht das Futter das Problem ist, sondern ein geschädigter Darm, der erst mal gesund werden muss. Pures Fleisch von einer Tierart (gibt’s auch in Dosen) wäre ein Anfang, dazu Gemüse und Kohlenhydrate (Reis, Kartoffeln, Nudeln, Haferflocken). Bei Fertigfutter, auch Schonkost, können die Zweibeiner oft nicht klar erkennen, was drin ist, was hinter Sammelbegriffen steckt.
Alle Unverträglichkeiten, Allergien und Autoimmunerkrankungen haben mit Intoleranz des Immunsystems zu tun. Der Unterschied: - Unverträglichkeit: direkt nach Kontakt – bei Futter zum Beispiel Getreide, eine Fleischsorte, Eier, Zusatzstoffe. Dabei kommt es zu Symptomen im Verdauungstrakt (also innerlich): Erbrechen, Durchfall usw. Unverträglichkeiten können auch chemische Reaktionen sein, etwa wenn Magensäure mit Metall reagiert. Manchmal hilft es schon, einen Futternapf aus einem anderen Material zu verwenden. Andere Symptome können durch Unverträglichkeiten entstehen, zum Beispiel eine Ohrenentzündung. Viel Fleisch übersäuert den Organismus, er wird anfällig. 50 % Fleisch kann schon kritisch sein. - Bei Allergien reagiert das Immunsystem überempfindlich und heftig auf eigentlich harmlose Stoffe: Pollen, Hausstaub, Tierhaare, Flöhe, Milben, Schimmel … Es kommt zu Juckreiz, Schnupfen, Schwellungen, Entzündungen (also äußerlich). - „Autoimmun“ bedeutet, dass sich die Immunabwehr gegen eigene Körperzellen richtet: Entzündungen werden chronisch, Körpergewebe wird zerstört. Beim Hund z. B. Krankheiten wie SLE, SLO, AIHA. Das alles kann auch bei einer Person, einem Hund gleichzeitig auftreten – ist eben alles Intoleranz. „Grenzen setzen!“ lautet das Thema (3/Beech) – eine starke Abwehr durch die Barrieren, die der Körper hat: - Ein gesunder Magen macht Bakterien unschädlich, - eine gut funktionierende Darmbarriere schützt vor Krankheitserregern und Giften, - intakte Haut wehrt Umwelteinflüsse von außen ab, - die Blut-Hirn-Schranke schützt das Gehirn vor schädlichen Stoffen aus dem Blut (Beardie-Besitzer kennen das vom MDR1-Gendefekt). Ist die Schutzfunktion schwach, haben Krankheitserreger leichtes Spiel, es kann zu Entzündungen und einer übermäßigen Immunreaktion kommen. Der Körper ist ständig in Alarmbereitschaft, der Patient wird dadurch auch müde und erschöpft. Gegensteuern kann man mit angepasster Kost (antientzündlich, probiotisch), weniger Stress, mehr Bewegung, Schlaf für die Selbstheilung.
Wie Autoimmunerkrankungen entstehen, da rätseln die Experten noch. Auch dabei reagiert die innere Abwehr zu heftig (intolerant). Sie „greift den eigenen Körper an“, heißt es. Ich mag das kaum glauben, vielleicht sieht das nur so aus. Der Körper ist ja nicht dumm. Er macht keine Fehler, will immer helfen (Selbstheilung), Symptome sind Alarmrufe. Könnte sein, dass was anderes im Spiel ist, Krankheitserreger zum Beispiel. Frauchen hat das in einem Buch von dem „Medical Medium“ Anthony William gelesen. Auch nach Impfungen können bei Hunden Autoimmunreaktionen auftreten.
Benjie, der zum Glück noch nie eine Flohstich-Allergie
hatte, obwohl Flöhe als hartnäckiges Völkchen in unserem Garten wohnen (Solch eine Allergie sieht schlimm
aus, der Bauch kann ganz rot sein.) |
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ältere Beiträge Click auf die Tafel.
Frieden schaffen zum
Wohl von Mensch, Tier und
Umwelt nach
der Lehre von Dr. Edward Bach |
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28.3.2026 Millionen
Menschen weltweit wollen heute Abend um halb neun für eine Stunde das Licht
ausschalten. Der WWF hat
dazu aufgerufen, wie jedes Jahr Ende März. Städte haben
sich verpflichtet, Gebäude eine Stunde lang nicht anzustrahlen. Auch
Betriebe wollen eine Stunde lang ihr Licht ausschalten. Energie
sparen. Jede Aktion,
die das Klima und die Umwelt schützt, ist erst mal gut. „60 Minuten Dunkelheit, damit anderen ein Licht aufgeht“, heißt es. Ich
vergleiche das mal mit: auf einem Spaziergang heute nicht am Stammbaum das
Bein heben, um den Baum zu schützen. Für den Baum
macht es fast keinen Unterschied, und das Bein heben kann ich auch woanders. Woanders,
das sind sozusagen die Kerzen und Taschenlampen, die statt Lampenlicht im
Dunkeln zum Einsatz kommen: Sie wurden
mit Energie hergestellt. Viel ehrlicher und sinnvoller
wäre es, würden
Gebäude überhaupt nicht angestrahlt (wer braucht das schon!), würde in
Geschäften nach Ladenschluss immer das Licht ausgemacht, würde öfter
mal der Fernseher aus gelassen, würde nicht
für zwei Aufbackbrötchen der Backofen eingeschaltet, würde der
Computer nicht längere Zeit auf Stand-by laufen und, und, und … Jeder kann
was für die Erde tun, jeden Tag. Darüber
könnten die Zweibeiner in der einen Stunde Dunkelheit mal nachdenken, wenn sie zur Ruhe kommen. So gesehen,
ist die Earth Hour ein Tropfen auf den heißen Stein. Sie ist aber
eigentlich gar nicht zum Energiesparen gedacht,
sondern die
Menschen sollen ein Zeichen setzen, dass
ihnen das Klima immer noch wichtig ist: dass sie
keine Wetterkatastrophen wollen, keine
überlaufenden Meere, weil den Eisbären das Eis unter den Pfoten wegtaut, und auch
keine Sandmücken und Auwaldzecken, die sich immer
weiter nach Norden ausbreiten, mit
Krankheiten wie Leishmaniose und Babesiose, die für Hunde tödlich sind und
die auch auf Menschen übertragen werden können. Die Earth
Hour setzt ein Zeichen für Zusammenhalt und
Hoffnung. Und darum
finden wir sie gut. Am 22. April
kommt dann noch der Earth Day – mit dem Motto „Unsere Kraft, unser Planet“ („Our Power, Our Planet“). Gemeinsam
verpuffen viele Tropfen nicht auf einem heißen Stein.
Benjie, der sich im
Dunkeln mit der Nase zurechtfindet Mit Toby
sind wir noch nicht weiter.
Immer
noch Gitter … Wir können Toby nicht vertrauen, manchmal kocht er einfach
grundlos über. Neulich
ist er knurrend vom Pflegetisch gesprungen, als ich ruhig auf der anderen
Seite vom Gitter lag, und dann
wollte er am Gitter auf mich losgehen, obwohl ich ihn nicht mal angesehen
habe. Herrchen,
Frauchen und ich verstehen so was nicht. Da helfen auch 3/Beech (Revier) und
15/Holly (Aggression) nicht. Eigentlich mögen wir uns doch, Toby und ich, und wir wollen zusammen sein! Weil’s zu zweit schöner ist. Was geht denn bloß in seinem kleinen Kopf vor?!
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So könnte es heute Abend aussehen. Hunde nicht mit brennenden Kerzen
allein lassen!
aus dem Buch |
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Jedes Jahr
im März, in manchen Bundesländern erst im April, fängt die Brut- und Setzzeit
an. Tiere in freier
Natur bringen nun ihren Nachwuchs zur Welt. Tierkinder, die gerade großgezogen
werden, sind besonders empfindlich. Sie dürfen
nicht gestört oder gar verletzt werden: in
Parkanlagen, auf Wanderwegen, Wiesen, Weiden, Feldern und Äckern, an Seen,
Flüssen und im Wald. Nicht
gestört werden sollen Jungtiere wie Rehkitze, Hasen, Kaninchen und anderer
Wildnachwuchs. Auch Vögel,
die am Boden brüten, und Lämmer auf Weiden und auf den Deichen gehören dazu.
Verstöße gegen die Aufsichtspflicht können sehr
teuer werden.
Wo die
Leinenpflicht schon früh im März anfängt, beruft man sich auf den Klimawandel:
Die Jungtiere kommen etwas früher zur Welt. Für jeden
Hundehalter sollte es selbstverständlich
sein, dass er sich über die Daten im jeweiligen Bundesland informiert. Selbstverständlich
sein sollte aber auch, nicht nur auf den Kalender zu sehen, sondern das
ganze Jahr über aufzupassen, dass kein Wildtier zu Schaden kommt. Außerdem
kann jeder Ort Leinenpflicht anordnen, wo sie für notwendig gehalten wird. Da
stehen dann Schilder. Die Brut-
und Setzzeit, also die Leinenpflicht, dauert bis
Mitte Juli. In manchen
Bundesländern müssen Hunde im Wald das ganze
Jahr an die Leine. Wo das nicht
gilt, sollen Hunde trotzdem unter Kontrolle sein und dürfen nicht abseits von
Wegen jagen oder stöbern. Das schützt
nicht nur Wildtiere, das schützt auch die Hunde. Ich möchte
jedenfalls keine Begegnung mit einem Wildschwein
erleben, und auch Zweibeiner können dabei in Gefahr geraten. Ganz zu
schweigen von Schlagfallen, von denen immer
noch berichtet wird, dass sie manchmal neben Waldwegen auf Opfer lauern. Kein Hund
will mit einer Pfote in so was reingeraten! Das Gesetz
erlaubt, dass wildernde Hunde, die nicht an der Leine sind, erschossen
werden. Bei uns an
der Nordsee soll es auf den Deichen ein paar Mal schafmordende Huskys gegeben
haben. Nicht nur
Wölfe tun so was. Wölfe sind noch mal ein anderes Thema: Sie könnten ihr Revier gegen Hunde verteidigen, zum Beispiel im Wald. In allen Nationalparks und Naturschutzgebieten müssen Hunde immer an die Leine. Strände dürfen oft mit Hund gar nicht betreten werden (wichtig für Urlauber: vorher informieren!). Bei uns in Schleswig-Holstein gilt Leinenpflicht das ganze Jahr für Parkanlagen, Fußgängerzonen, Campingplätze und mehr. Wir haben im
Park noch nie einen Hund an einer 2 m kurzen Leine gesehen. Dafür braucht man
ja gar nicht erst in den Park zu gehen. Toby und ich
dürfen auf den Grünstreifen unserer Stadt, neben der Straße, an der
8-m-Rollleine laufen. Da brütet
keiner und da sitzen auch keine Kaninchenkinder im kurzen Gras. Übrigens, Rücksicht nehmen auf Tierkinder sollen nicht nur Hunde, sondern auch Zweibeiner, die zu Fuß oder mit dem Rad, Roller usw. unterwegs sind: Bitte auf den Wegen bleiben, zum Schutz der Natur.
Benjie, der sich
über einen großen Garten als Spielwiese freut, hundefreundlich mit viel Rasen
und sicher eingezäunt
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Schafe können ihre Lämmer
verteidigen, man geht besser nicht nah an sie
heran. Stampft ein Mutterschaft mit dem Fuß
auf, bedeutet das: „Geh weg, sonst …!“ Der Nationalpark Wattenmeer (die gesamte deutsche Nordseeküste) ist Naturschutzgebiet. Auf den Deichen und im Deichvorland müssen Hunde immer an die Leine.
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In den
besten Jahren ist ein Hund mit sieben, sagen die Zweibeiner, oder: „im
mittleren Alter“. Ungefähr
die Hälfte des Lebens ist vorbei – wenn ich Glück habe und gesund alt werde. Petit
Bassets, wie ich einer bin, werden 12 bis 14 Jahre alt, einige auch 15. Früher
sagte man: „3 Jahre junger Hund, 3 Jahre guter Hund, 3 Jahre alter Hund“. Au
weia! Ich weiß,
dass viele Bearded Collies heutzutage nur noch ungefähr diese Lebensspanne
haben. Viele erreichen ihren 10. Geburtstag nicht. Wegen
Überzüchtung und wegen Krankheiten … Natürlich
war heute für mich wieder ein Verwöhntag, mit gutem
Essen im Napf (Klopse, *mjam!*), ein paar
Extra-Leckerlis (obwohl ich etwas Winterspeck loswerden soll) und mit
Extra-Streichlern und vielen lieben Worten, versteht sich.
Mein
größter Wunsch hat sich
nicht erfüllt: wieder friedlich mit Toby zusammen sein. Als ich
vor ein paar Tagen auf dem Pflegetisch war, durfte Toby im selben Raum sein.
Langsame Annäherung. Er ist
sogar zu mir gekommen und hat sich neben dem Pflegetisch auf die Eckbank
gelegt – wie früher, ganz ohne Aufregung. Darum
durften wir gestern ohne Trenngitter wieder Kontakt haben.
Ich hab versucht, den Kleinen zu beruhigen, aber Toby
hat sich so hochgepowert, dass sein Stresspegel dann doch wieder
übergeschwappt ist. Ganz harmlos saß ich in einer Spielpause neben
ihm, er konnte seitlich nicht weg, war unsicher und hat sich eingeengt
gefühlt, hat mir die Zähne gezeigt und wollte einen Kampf
anfangen (Herrchen und Frauchen haben das sofort verhindert). Damit hat er sich nicht gegen mich
entschieden, sondern für seine eigene Sicherheit. Das kann man ihm nicht übelnehmen, sein Frühwarnsystem springt einfach in der
Pubertier-Zeit zu schnell an. Ein Reflex, keine bewusste Attacke, im Gehirn wurde der Schalter vom Spielprogramm
ins Überlebensprogramm (Kampfmodus) umgelegt. Ach, Toby … Es könnte so schön sein mit uns
beiden! Toby soll sich bei uns sicher
fühlen, ich mich auch. Wenn irgendwann ein neuer Versuch gemacht wird,
werden wir uns nicht mehr balgen dürfen. Frauchen will Toby jetzt beibringen, dass er auf
einen „Ankerplatz“ (Handtuch,
„Boden-Target“) geht und da liegen bleibt, wenn sie das wünscht. Später geht er vielleicht von sich aus da hin,
wenn er gelernt hat, dass er da sicher ist – ein „mobiler Sicherheitsanker“, der überall in
den Wohnräumen liegen kann. Er soll verstehen, dass es einen sicheren
Rückzugsort gibt, an dem ihm nichts passiert und dem ich mich nicht nähern
darf. Am besten soll dabei sein Kopf auf dem Boden sein
(„Down“-Haltung fährt das Nervensystem runter, signalisiert Sicherheit). Bis der Kleine das kann, wird es noch dauern. Er
ist ja noch ziemlich wuselig, kann sich noch nicht lange konzentrieren. Das Handtuch soll auch ein Rettungsanker für mich sein, damit ich mich nicht
verteidigen muss. Sinn der Sache ist, dass Frauchen Toby da
hinschicken kann, ehe er sich zu sehr aufregt und sein Gehirn wieder unter
Hochspannung gerät. Frauchen lernt über Stress bei Hunden immer noch
dazu und sagt: „Man wächst mit seinen Aufgaben.“
Benjie, der schon geübt hat, das Anker-Handtuch zu
meiden, das heißt: Ich muss umlernen, denn früher wurde ich
beim Clickern belohnt, wenn ich mich auf das Handtuch gelegt hab. Das übt
Toby jetzt. |
Das Stresslevel kann man sich vorstellen wie ein
Fass, das nicht überlaufen darf. Ein Hund sammelt während des Tages allerlei Stresshormone darin an, zum Beispiel beim Aufpassen am
Fenster. Wenn dann noch ein Auslöser wie
Balgerei den Stresspegel stark steigen lässt, ist die Obergrenze schnell erreicht. |
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6.3.2026 Manchmal
muss man von einem Gefährten Abschied nehmen. Das ist nicht
immer ein Zweibeiner oder Vierbeiner, das kann auch ein Baum sein – wie
unsere Ulme im Garten. Auch
traurig, wenn so ein vertrauter alter Freund „gehen“ muss. Ich hab
darüber schon mal was erzählt, als in unserem Park alte Bäume
gefällt wurden.
Nun
musste also dieser Rest von der Hecke weg. Darunter hat
nämlich jemand gewohnt, der uns ständig Flöhe
geliefert hat. Spritzmittel hatten daran nichts geändert. Die Ulme
war zwar inzwischen mit Zäunen umschlossen, aber wir waren immer wieder mit
der Nase dran, weil wir
den Dauergast natürlich gerochen haben. Einmal
drum herum gelaufen, schon hatten wir in unserem Fell direkt nach der
Flohsuche wieder 20, 30 neue sechsbeinige Passagiere.
Vielleicht
war die Ulme inzwischen zu alt und zu schwach, um sich
gegen den unterirdischen Bewohner und das Ungeziefer und die Flechten auf
ihrem Holz zu wehren. „Sie kann
die Reinheit des Platzes nicht mehr halten,
sie ist erschöpft“, hat Frauchen erfahren, und: „Der Befall ist ein energetisches Zeichen für eine Überladung oder Vergiftung des Platzes.“ Also „time to say good-bye” … Unsere
Ulme war für uns nicht nur ein Gartenobjekt, sie war ein lebendiges Wesen,
das den beiden Beardies Schutz geboten hat. „Nun darf
sie gehen und ins geistige Wood-wide-web zurückkehren“, hieß es, „ins große
Alles-ist-eins“. „Quantenfeld“
nennen das die Menschen, „wo die Seelen herkommen und wieder hingehen“, „wo
keine Form von Energie verlorengeht“. Klingt
das verrückt? Vielleicht
hatte unsere Ulme tatsächlich eine Seele, mit solch einer Verbindung zu Mitch
und Monty.
In alten
Erzählungen gilt die Ulme als Baum der Verbindung
zwischen den Welten. Frauchen
hat unserer Ulme danke gesagt, dass sie auf Monty-Mitch und Mitch-Monty
aufgepasst hat. Tipps hat
Frauchen bekommen, wie sie der Ulme vor dem Ausbuddeln den Übergang
erleichtern kann: mit Rescura-Tropfen (wie bei Tieren vor dem
Ende), die dem Baum den „Übergang“ erleichtern, und mit der Bachblüte Nr. 10/Crab Apple, einem
energetischen Reinigungsmittel, um die Bewohner zu vertreiben. So was
wusste Frauchen schon, Flöhe in unserem Fell hat dieses Mittel nicht
vertrieben. Meinem
Frauchen wurde auch geraten, der Ulme ein goldgelbes Friedenslicht zu
„senden“. „Die Ulme
opfert sich quasi, damit der Platz von der
gekippten Energie gereinigt werden kann“, hieß es, und:
„Manchmal ist ein radikales Ende nötig, um Raum für gesundes Leben zu
schaffen.“ Bei der abschließenden
Standort-Reinigung soll ein visualisiertes klares
Violett über der Stelle helfen: Violett
sei die Farbe der Transformation und der Reinigung – hilfreich, um parasitäre Energie aufzulösen. Das
klingt auch ziemlich abgehoben, aber wer weiß … Immerhin
wurde beim Ausbuddeln kein Bewohner gefunden und auch kein Nest mit
Nachwuchs. Vielleicht
sind alle rechtzeitig ausgezogen, als Frauchen mit der „energetischen
Reinigung“ kam … Es gibt
magische Kräfte, das haben wir schon einige Male erlebt („Gesetz der
Anziehung“ und so). Irgendwann
wird die Wissenschaft solche Energien
erklären können – genauso
selbstverständlich wie das Fliegen von superschweren Flugzeugen oder wie all
das, was Smartphones können.
Benjie, der die
Vorstellung schön findet, dass Mitch und Monty jetzt zusammen irgendwo unter
ihrer Ulmenhecke liegen, dem
altbekannten Ankerpunkt für ihre Seelen
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Monty, September 2009
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Wie
menschliche Teenager, so kommen auch junge Hunde in die Pubertät. Je
kleiner die Rasse (oder der Mischling), desto früher. Das fängt
bei Rüden mit dem Beinheben an, bei Hündinnen mit der Läufigkeit. Manchmal
geht die „Flegelzeit“ im 2. Lebensjahr erst so richtig los. Sie
verläuft in Schüben und mit
Stimmungsschwankungen: Mal ist es schlimmer, mal fast so normal und gut wie früher. Manche
Hunde – und ihre Menschen – haben heftig Stress damit, bei anderen merkt man
fast gar nichts. Bei
kleinen Hunden ist die Pubertät früher vorbei als bei großen. Irgendwann
im 2. oder 3. Lebensjahr, bei großen Hunden im 4. Lebensjahr macht es im Hirn
„klick“ und der
Hund ist von einem Tag auf den anderen erwachsen, plötzlich vernünftig
geworden: „mentale Reife“. Bei all
meinen Vorgängern haben Herrchen und Frauchen das beobachtet.
Junge Hunde
können in der Pubertät ziemlich schwierig sein. Viele
werden im 2. Lebensjahr weggegeben, weil
ihre Menschen überfordert sind – schon allein mit dem Ungehorsam. Das ist
sehr schade, denn: Die schwierige Zeit geht vorbei, mit Verständnis, Konsequenz und Lernen. Mein
Frauchen hat einige solcher Hunde kennengelernt – und
später fragten sich deren Zweibeiner: „Wie konnte ich nur jemals daran
denken, den besten Hund der Welt wegzugeben!“ In der
Pubertät ist das Hundegehirn eine Baustelle, alles wird neu „verdrahtet“, und die Hormone tanzen Samba. Etwas
bewegt sich. Innere Bilder kippen, Vertrautes wird in Frage gestellt,
Anweisungen werden manchmal unwillig oder gar nicht befolgt, und aus
einem lieben Vorzeigehund kann auf einmal ein Raufer werden. Das ist
bei Hunden nicht anders als bei aufmüpfigen Teenagern, die nicht wissen,
wohin mit ihrer Kraft. Auch ich
soll eine „harte Nuss“ gewesen sein und meine Leute auf so manche Probe
gestellt haben. Ach, lange her, schon fast vergessen … Eine
Freundin von Frauchen hatte gleichzeitig so eine „Nuss“ und schreibt heute
noch: „unsere Nüsse“. Jeder
Hund kommt als Lehrer … Mehr
darüber hat Frauchen auf ihre Beardie-Website geschrieben. Es gibt
„da draußen“ einige verzweifelte Hundehalter, die die Tipps dort eher finden,
und für meinen Blog wäre der Text auch viel zu lang geworden.
Toby
macht diese schwierige Zeit gerade durch. So heftig
wie mit ihm war es bei all unseren Vorgängern nie. Angefangen
hat es vor ein paar Wochen damit, dass beim Rennen im Garten aus seinem
Spielschnappen ernsthaftes Beißen wurde. „Übererregt“
nennen die Zweibeiner das: zu viele Stresshormone. Das
Beißen konnte ich Toby natürlich nicht durchgehen lassen. Zuerst
hab ich mich ganz cool über den frechen kleinen Wicht gestellt, aber er
wollte nicht aufhören zu beißen, und ich musste mich wehren. Ein paar
Mal hat er mich angegriffen, auch im Haus, wollte nicht aufgeben. Herrchen
und Frauchen mussten uns trennen, sonst hätten wir uns verletzt.
Manchmal
wirkt Toby, als hätte er ein großes Kämpferherz,
aber
eigentlich war er immer eher vorsichtig und leicht zu beeindrucken. Meistens
schreckt er schnell zurück (blaue Spalte „gering“).
Schwanken zwischen Mut und Angst
(Kampf und Flucht) ist typisch in der Pubertät. Keiner
von uns beiden soll zu Schaden kommen. Bisher
ging es unblutig ab, aber noch einmal miteinander kämpfen sollen wir nicht. Deshalb
muss zwischen uns jetzt ein Schutzgitter sein, bis Toby‘s
Hirn wieder normal tickt. Sogar am
Gitter will er manchmal auf mich losgehen – einfach nur, weil ich gerade
gelaufen komme. Schon das allein triggert seine Stresshormone. Sonst
liegen wir oft gemeinsam am Gitter, jeder auf seiner Seite, stupsen uns an
und tapsen einander freundlich an. Trotzdem:
Noch mehr Attacken darf es nicht geben, damit sich so was nicht immer mehr in
unseren Köpfen festsetzt und damit
wir ohne Stress lernen können, einander wieder zu vertrauen. Immerhin
können wir gemeinsam entspannt in der Küche futtern. Unser
Frauchen musste noch einiges dazulernen, wie sie Toby möglichst gut helfen
kann. Sie übt
viel mit ihm, ich bin immer dabei. Anfangs
war Toby am Gitter so in Rage, dass Frauchen ihn mit einer Wäschewanne von
mir weg gedrängt hat. Dadurch
wurde er aber noch wilder. Jetzt
dreht sie den Spieß um: Das Signalwort
„üben“ kann
Toby augenblicklich in Vorfreude versetzen und ihn aus der Anspannung holen. Sein
Grips schaltet dann um von „Attacke!“ auf „Jetzt kommt Spaß und
Leckerli-Belohnung!“ Wenn es stimmt,
dass das angeborene Verhalten zurückkommt, habe ich gute Chancen, wieder
Toby‘s bester Freund zu werden. Meine
Spalte in der Tabelle ist übrigens auf der rechten Seite: selbstbewusst – und
damit mental stärker als Toby. Er muss
das nur noch begreifen und mir vertrauen. Ich passe ja gern auf ihn auf.
Benjie, der für Toby der beste Therapeut ist
(sagt Frauchen)
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Seit einem Jahr ist Toby bei uns. 16 Monate alt ist er jetzt – und voll in der Pubertät.
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19.2.26
Alles
schnieft. Die Leute
reden von Taschentuchverbrauch, Vitamin C und Ingwertee. Sie haben
die Nase voll vom kalten Winter. Eine Ärztin
hat gesagt: „Meist kommt im März noch mal eine Erkältungswelle.“ Mein
Frauchen kannte das, früher: jedes Jahr im März. Seit sie
Hunde hat, gab es das nie mehr. Spaziergänge an der frischen Luft tun der
Gesundheit gut. Können
Hunde Schnupfen kriegen? Ja. Kälte
und Nässe können das Immunsystem von Hunden schwächen, und dann
haben Viren und Bakterien es leicht, auch Erkältungsviren. Eine
Erkältung kann unsereiner sich von anderen Hunden „holen“ wie überspringende
Flöhe. Ich hatte
noch nie eine Schniefnase, aber Frauchen hat das bei anderen Hunden gesehen:
Aus der Nase trieft Schleim. Bei einer
Erkältung können Hunde auch genauso niesen
und husten wie schniefende Zweibeiner. Sie
können auch genauso schlapp sein und Fieber und tränende
Augen haben wie Zweibeiner. Dann
brauchen sie Ruhe und Wärme, keine langen Spaziergänge (schon gar nicht bei
Fieber) und für
„schnell mal raus“ einen Hundemantel. Toby und ich bekommen das ganze Jahr über in jede
Wassernapf-Füllung die Bachblüte 10/Crab Apple (Medizinfläschchen
mit Pipette: 1 Tropfen der Essenz pro 10 ml Wasser, davon einen Spritzer ins
Trinkwasser). Das soll
alles aus dem Körper schleusen, was nicht reingehört – auch Viren und
Bakterien. Falls es
damit nicht schnell besser wird, soll ein
Tierarzt Fieber, starken Husten und eitrigen Nasenausfluss behandeln.
Benjie, der bis jetzt gut durch den Winter
gekommen ist
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Ein dickes Fell kann täuschen: Schon bei Nebel kann der Hund sehr nass werden, auch bis auf die Haut, wenn er wenig oder keine Unterwolle hat. Junge und kleine Hunde kühlen schnell aus und sollten ebenso mit einem Mantel geschützt werden wie alte Hunde (Nieren!). Mehr
steht in Frauchens Büchern: |
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9.2.2026 Herrchen war einkaufen und kam erst spät zurück. Stromausfall im Supermarkt. Licht aus, alle Leute standen im Dunkeln vor den Regalen und
konnten die Ware nicht finden. Die Kühltruhen haben noch funktioniert. Die waren irgendwie
abgesichert. Auch die Kassen haben noch funktioniert, aber auch da Stillstand, weil die Kassiererinnen zu wenig sehen
konnten. Kein „piep, piep, piep“ am Laufband, das Vögelchen war wohl
ausgeflogen. Oder tot. „Alles tot“, soll jemand gesagt haben. Großes Aufatmen, als es wieder hell wurde. Elektriker hatten im Laden gearbeitet und nicht Bescheid gesagt,
dass der Strom ausfallen würde. Die Zweibeiner sind abhängig
von Strom. Schon wenn sie mal ihr Smartphone nicht aufladen können, geraten
sie in Panik.
Herrchen hat auch schon mal vor dem Supermarkt gestanden, weil
die automatischen Türen nicht aufgingen. Die funktionieren auch mit Strom. Und dann standen die Leute da und haben geschimpft, weil sie
keine Butter und keinen Kaffee zum Frühstück hatten. Auch ein Hund musste hungern, weil bei seinen Leuten kein Futter
mehr im Haus war. Etwas Planung gehört dazu. Dann
müssten die Leute nicht gleich in Hektik geraten. „In einem guten Haus geht das Gute niemals aus“, hat mal ein
Butler im Fernsehen gesagt. Bei uns gibt es von haltbaren Lebensmitteln immer Vorräte in der Speisekammer. Auch genug für einen Notfall. Was von den Vorräten gegessen wurde, kommt auf den
Einkaufszettel und wird nachgekauft. Wenigstens 2 Wochen sollte man mit Lebensmitteln und Hundefutter
auskommen, falls mal nichts mehr geht. Auch, falls jemand krank wird und nicht einkaufen kann. Und auch, wenn mal keine Lieferwagen
mehr fahren könnten, falls noch mal eine Schneekatastrophe kommt, wie vor 47
Jahren. Nur alte Leute wissen noch, wie das damals war und wie hoch der
Schnee im Winter 1978/79 lag. Das bisschen Schnee, das wir in diesem Winter haben (im
„strengsten seit 2010“), ist lächerlich wenig dagegen. Alte Leute wissen auch, dass Katastrophen
jederzeit passieren können und dass es besser ist, für alle Fälle vorzusorgen und sich nicht darauf zu verlassen,
dass schon irgendwie Hilfe kommen wird.
„Wie innen, so außen“, sagen weise Menschen. „Alles ist
mit allem verbunden und geht in Resonanz.“ ¤ Was
außen geschieht, ist ein Spiegel davon, wie
es in den Menschen aussieht: Viele Leute stehen zu sehr unter Strom. (in jedem Körper fließt Strom, die
Nervenbahnen sind die Stromkabel). Tag für Tag rotieren sie so schnell wie der
Küchenmixer – einige drehen durch: zu viel Strom, Kurzschluss. Man könnte auch sagen: Den Leuten brennt die
Sicherung durch, wenn sie heftiger reagieren, als sie es eigentlich wollten. Könnten die Stromausfälle ein Zeichen für die Zweibeiner sein,
dass sie zur Ruhe kommen sollen? Entschleunigen.
¤ Auch
umgekehrt hängt das wohl zusammen: Im Außen tut sich was, die Energie nimmt zu:
„hohe Sonnenaktivität“, Polarlichter bis nach Bayern, Erdmagnetfeld … Das hat Auswirkungen auf die Technik:
gestörte Funkverbindungen, GPS-Signale, Stromnetze, Elektronik. Die Menschen spüren das und reagieren darauf
ebenso wie auf die schnelle Technik und all den Strom, von dem sie umgeben
sind. Es ist ein Mix aus „von außen“ und „von innen“. Jeder kann entscheiden, wie er damit umgeht – und wer und was
ihm auf die Nerven gehen darf.
Benjie, der Entschleunigung zu seiner
Lebenseinstellung gemacht hat
Hunde
brauchen viel mehr Schlaf als Zweibeiner. „Wer
schläft, verlängert sein Leben“, hat unser alter Tierarzt mal gesagt:
Regeneration. |
Zucker ist fast
unendlich haltbar. Er
konserviert nicht nur Marmelade sehr lange, er wird
auch vom Gehirn gebraucht und liefert
schnell Kohlenhydrate. Kaum jemand
weiß heute noch: Zucker ist
auch ein starkes Antibiotikum, man kann
ihn zur Desinfektion auf Wunden streuen. 26/Rock
Rose und sind in den
Notfalltropfen „Rescura“ enthalten. |
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Als Herrchen mal mit Toby allein unterwegs war, kamen ihnen drei
Mädels entgegen. „Kuck mal, eine süße Katze!“, rief eins der Mädels. Darauf ihre Freundin: „Bist du doof?! Das ist ein Hund!“ „Quatsch, das ist eine Katze. So süß ist kein Hund!“ Na ja, wir haben schon Katzen an der Leine laufen sehen … Es gibt Hundemenschen und es
gibt Katzenmenschen. Katzenmenschen kann man einigermaßen erkennen, sie haben was
Katzenhaftes an sich. Hundemenschen sind irgendwie anders. Katzenmenschen reicht ein Streicheltier zu Hause, Hundemenschen
wollen raus in die Natur. Eher selten gibt es Zweibeiner, die für beides schwärmen, für
Hunde und Katzen. „Katzen sind Venus-Tiere, Hunde
sind Mars-Tiere“, heißt
es in der Signaturenlehre. Aber nicht jede Katze ist ein Venus-Typ (Harmonie, Schönheit)
und nicht jeder Hund ist ein Mars-Typ (sportlich, kämpferisch). Es gibt auch Kämpfer-Katzen. Und es gibt Schmusehunde, die
nichts anderes wollen als Sanftheit und Harmonie. Für Zweibeiner gilt das auch: Nicht jeder Mann ist ein Mars-/Hundetyp, nicht jede Frau ein Venus-/Katzentyp. Kompliziertes Thema. Wie man den „Bio-Typ“ selbst bestimmen kann, darüber kennt
Frauchen nur die Grundzüge, nicht die Feinheiten. (Davon hatte ich vor 2 Jahren schon mal was erzählt, hier.) Für Toby und mich trifft auf jeden Fall zu, dass wir an unseren Geburtstagen Anteile vom Merkurtyp (lustig)
und vom Venus-Typ (verschmust) mitbekommen haben. Äußerlich ist Toby ganz klar ein Venus-Typ, wegen seinem
kuschelig weichen Fell. Insofern hatte das erste Mädel wohl recht: Toby ist ein bisschen
wie eine Katze.
Benjie, der lieber seine schelmische Merkur-Seite auslebt
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20.1.2026 In einem Newsletter für Frauchen
meinte jemand, dass die meisten Leute nur noch kurze Texte lesen – höchstens 2 Minuten
Aufmerksamkeit, länger können sie sich heutzutage nicht mehr konzentrieren, dann sind sie mit ihren
Gedanken wieder woanders. Haben sie eine Frage an die
KI, reicht ihnen eine kurze Antwort, um zu „erkennen“, wo der richtige Weg
ist, obwohl die meisten doch
wissen, dass man Texten, Fotos und Videos nicht mehr trauen kann. Tja, so sind die meisten
Zweibeiner: Alles soll schnell gehen. Kaum jemand macht sich
Gedanken darüber, dass Schnelligkeit nicht gesund ist. Auch Hunde werden zappelig
und nervös, wenn sie die hektische Energie der Zweibeiner immer wieder
spüren und in sich aufnehmen: Trockenfutter ohne Abwiegen
schnell in den Napf geschüttet, Kämmen und Bürsten des Hundes mal eben
zwischendurch, beim Spaziergang noch das
Smartphone vor der Nase, mit Blick nach unten und die Aufmerksamkeit nicht
beim Hund … Ich bin sicher, dass viele
Hunde traurig sind, weil sie sich viel zu wenig gewürdigt fühlen, obwohl doch gerade wir
Vierbeiner der ruhige Pol in den Familien
sind, die besten Freunde der Menschen.
Wenn alles immer schneller geht,
ist es kein Wunder, dass auch die Zerstörung der Erde immer schneller geht. Ausbeutung des Bodens,
Schäden im Gelände, Wasser wird knapper, Tierarten sterben immer schneller
aus. Die Welt verändert sich
dramatisch. Das sollte inzwischen jeder gemerkt haben.
Auch der Mann mit dem Newsletter
hat gesagt, dass Schnelligkeit ungesund ist. Er will es anders machen,
will sich nicht von den sozialen Medien vorschreiben lassen, wie kurz seine Texte und
Videos sein dürfen und wie sie getaktet sein müssen. Auch Frauchen und ich wollen
auf den schnell fahrenden Zug nicht aufspringen. Texte mit Substanz, für die
konzentriertes Denken nötig ist, erreichen dann eben nur die Zweibeiner, die noch denken wollen, die
den hektischen Wahnsinn durchschauen und die Welt besser machen
möchten. Was glücklich macht, das
funktioniert nicht ruck, zuck und nicht zack, zack. Wer sich die Auslöser von
Hektik und Nervosität bewusst macht, kann sich auch bewusst ausklinken: mit weniger Smartphone und
Computer, mit mehr Lebensqualität bei weniger Arbeit („Work-Life-Balance“), mit heilendem Mut zur
Selbstliebe durch Nein-Sagen und Langsamkeit, mit innerer Stärke und indem
man auf sein Bauchgefühl, seine Intuition,
seinen Instinkt hört.
Benjie, der hofft, dass einige Zweibeiner diesen Text bis zum Ende
gelesen haben …
In der Ruhe liegt die Kraft. Als cooler Hund weiß ich das ganz genau. |
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10.1.2026
So viel
Schnee wie in diesem Jahr soll es hier in Norddeutschland schon lange nicht
mehr gegeben haben. Solange
ich lebe – fast 7 Jahre – jedenfalls nicht. Die Welt
sieht hübsch und sauber aus, wie in Watte gepackt. Herrchen
muss jeden Tag Schnee vom Bürgersteig wegräumen und Sand streuen. Manchmal
weht Schnee wie ein Schleier die Straße entlang. Dafür reicht ein Besen. Manchmal
fallen ganz leise weiße Schneeflocken. Manchmal
fällt stundenlang tüchtig Schnee. Toby und
ich flitzen im Garten durch die weiße Pracht und haben unseren Spaß. Hinterher
nennt man uns „Yeti“ – das soll ein Schneemensch sein, irgendwo weit weg im
Gebirge. Eingeschneit
kommen wir zurück ins Haus, die Beine und den Bauch voller Schneebälle. Bisher
wurden die größten Schneebälle zerdrückt und mit warmen Händen aufgetaut, so
gut es ging. Es
blieben aber viel zu viele eisige Klumpen übrig, die sollten nicht auf dem
Teppich und den Möbeln abtropfen. Den Föhn
zum Auftauen mag Toby nicht, von einer warmen Dusche ist er auch nicht gerade
begeistert. Also sind
wir jedes Mal in der Küche geblieben und mussten 15, 20 Minuten auf den
Fliesen abtauen – bis
Herrchen von einem Trick hörte: mit einem Schneebesen. Keinen
Schneebesen zum Schneewegfegen, sondern einen aus der Küche. Der sieht
so aus:
Früher
wurde damit Eiweiß zu Eischnee geschlagen, sagt Frauchen, deshalb heißt er
Schneebesen.
Toby und
ich stehen dabei genauso still wie beim Abtrocknen der Pfoten mit einem
Handtuch. Der
Kleine lernt „Pfote“ und „Hinterbein“: hochhalten. Ich kenne das natürlich
schon lange, vom Abtrocknen mit dem Handtuch. Herrchen
ist lustig und sagt Sachen wie „Reich mir die Flosse, Genosse“ und „Keine
Faxen mit den Haxen!“ Nein, wir
machen keine Faxen. Wir sind
ja froh, dass uns geholfen wird und dass wir nicht in der Küche warten
müssen.
Benjie, der sich wünscht, dass alle Leute
auf den Bürgersteigen Sand streuen statt Splitt und Salz, die den Pfoten
wehtun
Ich
finde alles, was unterm Schnee ist.
Toby
düst los und dreht seine Runden. |
So könnte der Yeti aussehen. Ob es ihn gibt, ob er ein Bär oder ein Mensch ist, das weiß niemand ganz genau.
Mehr Hinweise zu Hundepfoten und Schnee |
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Bei den
Zweibeinern ist es jedes Jahr dasselbe: Zum
neuen Jahr fällt ihnen ein, dass sie nicht mehr rauchen wollen. Oder
weniger Alkohol trinken. Oder
weniger Süßigkeiten essen. Oder 10
Kilo abnehmen. Oder
mehr Sport machen und fitter werden. Oder die
Handy-Sucht in den Griff kriegen. Oder
weniger Stress haben und mehr Zeit mit der Familie, mit dem Hund verbringen. Oder … Und
immer wieder hat das nicht geklappt. Jahr für Jahr derselbe Frust. Die
meisten geben auf. Im Januar schon. Warum? Angeblich
ist der faule, bequeme innere Schweinehund
daran schuld. Disziplin
haben die Zweibeiner – für eine Weile. Ihre Zeit
anders einteilen können sie auch – für eine Weile. Ihre
Ziele haben sie fest vor Augen – für eine Weile. Aber
dann kommen sie zu ihren alten Gewohnheiten
zurück, wieder in ihren alten Trott. „Gehirn
im Zombiemodus, so nennen Experten das“, sagt Frauchen. Das
bedeutet: Man funktioniert nur noch bequem auf Autopilot, ohne
nachzudenken: Griff
zur Schokolade, zur Chipstüte, zum Smartphone … so selbstverständlich und
ohne Nachdenken wie Autofahren. Irgendwann
geben die Menschen es auf, im neuen Jahr noch einmal gute Vorsätze zu haben. „Klappt
ja doch nicht!“ „Der
innere Schweinehund will, dass ich lieber auf dem Sofa bleibe.“ Sie
kommen nicht vom Fleck, weil sie die gleichen
Gedanken haben wie all die Jahre zuvor. Schiebt
man dem inneren Schweinehund die Schuld zu, kann sich nichts ändern. Wer
zündet die Zigarette an? Wer isst und trinkt zu viele ungesunde Sachen? Die Komfortzone darf man gern genießen, auf dem Sofa. Ich mach
das auch und bin trotzdem kein dicker Faulpelz. „Quality
Time“, am besten mit Kuscheln und Streicheln und ohne Smartphone. Auf mein
Gewicht achtet mein Frauchen: abgewogene Mahlzeiten, nicht zu viele Leckerlis
und jeden Samstag auf die Waage. Schweinehunde gibt es bei der Jagd. Dass sie es immer nur
bequem haben wollen, Leute, das vergesst mal ganz schnell! Sie sind
weder faul noch träge, sondern wach, aktiv, eifrig, kraftvoll und ausdauernd. Mutig
verfolgen sie Wildschweine und machen die großen Tiere müde, werden dabei
aber selbst nicht müde. Also:
Wie wär’s, bei guten Vorsätzen mal an muntere Schweinehunde zu denken, um
genauso fit zu werden wie sie?
Benjie, der gern
Spaß am Leben hat
Toby fordert mich heraus. Er ist sehr schnell. |
Schweinehunde werden bei der Wildschweinjagd
eingesetzt, zum Beispiel Jagdterrier,
Foxterrier, Dackel, Beagles, Bluthunde, Bracken, Stöberhunde. |
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Ich bin Benjie. Wo ich aufgewachsen bin, hieß ich Charmeur Ben. Charmeur – klar, weil ich einer bin. Und ein Franzose bin ich auch, meine Rasse jedenfalls: Petit Basset Griffon Vendéen. Also kein Bearded Collie, wie meine Vorgänger. Ich guck nur so ähnlich. Und bin pflegeleichter als die großen netten Wuschels, deren Fell immer mehr geworden ist. 4 Bearded Collies haben hier gewohnt. Einen hab ich noch gekannt, Monty. Dann sollte Schluss sein mit viel Fell. Mein Frauchen hat die Beardie-Webseiten gemacht. Ihr Name ist Liesel Baumgart. Mein Blog müsste also eigentlich BBB heißen – Benjie Baumgart Blog. 2 Bs reichen. In unserem Zuhause werde ich oft „du Kasper“ genannt. Weil ich meistens lustig bin. Ich hab aber auch eine ganz empfindsame Seele … Bis Dezember 2024 war Loui bei uns, dann musste auch er auf die große Himmelswiese. Loui ist mit mir verwandt, obwohl er kein Kasper war. Er war mal Zuchtrüde, wo ich geboren wurde. Als er hier 2008 adoptiert wurde, war er schon 6 Jahre alt. Nichts hat ihn aus der Ruhe gebracht. Sein Nachfolger heißt Toby. Er ist ein munterer Spielgefährte. Klein, aber ein ganzer Kerl. Und nun doch wieder ein Hund mit viel Fell … „Wenn Hunde reden könnten“, so hieß 1996 Frauchens erstes Buch. Liebe Menschen, die sich in Tiere einfühlen können, mögen es, wenn Hunde „reden“. Auch wenn Hunde mit ihren Gedanken reden, telepathisch. Das geht! Darum schließt sich hier der Kreis, wenn ich rede – oder schreibe.
Benjie, der von Herz zu Herz mit seinem Frauchen spricht |
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