Was gibt es hier?

Alles, was Hunde und ihre Menschen betrifft.

Warum dieser Blog? Weil viele Leute das Tagebuch von Bearded Collie Monty vermisst haben und wissen wollten, wie es bei uns weitergeht.

Ich erzähle kleine Erlebnisse aus meiner Hundesicht und stoße manchmal mit der Nase auf etwas, das mir besonders auffällt.

Hunde erkennen einiges oft klarer als die Zweibeiner, denn Hunde haben ein reines Herz. Und sie drücken sich klar aus.

Mein Frauchen kann fühlen, was ich denke. Sie schreibt das auf und gibt einige Infos dazu. Vieles weiß ich als Hund ja nicht so genau.

Die Leser von Frauchens Webseiten und Büchern freuen sich über Hundetipps und Hinweise zu Bachblüten und Schüßlersalzen.

 

 

 

Maulkorb

EU-Heimtierverordnung

Chip-Pflicht

Körblersche Zeichen

Piercings

Qualzucht

Tattoos

Wassergedächtnis

 

… und kleine Storys

aus dem Hundeleben

 

 

1/Agrimony

2/Aspen

29/Star of Bethlehem

 

 

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30.7.2026

 

Piercings und Tattoos

auch für Tiere: Warum wir unsere Haut lieber pur tragen

 

Letztens habe ich ja von der neuen Chip-Pflicht für uns Hunde erzählt: eine Nummer, die unter die Haut kommt.

„Ein kleiner Pieks und die Sache ist erledigt!“ (Das haben gewisse Zweibeiner beim „Impfen“ gegen die C-Seuche auch gesagt …)

Habt ihr euch mal angesehen, was draußen auf den Weiden los ist? Das ist eine ganz andere … Nummer!

Wenn ich auf meiner großen Runde an den Weiden vorbeikomme, sehe ich Rinder mit riesigen gelben Plastikdingern in den Ohren.

Ohrmarken heißen die. Wenn die in die Ohren geknipst werden, ist das bestimmt schmerzhaft und macht den Tieren gewaltig Stress!

Obwohl Tieren keine Schmerzen zugefügt werden dürfen, macht das Tierschutzgesetz da „großzügig“ eine Ausnahme.

Betäubung? Fehlanzeige. Das macht der Landwirt „mal eben“ selbst, nicht mal der Tierarzt.

Und nicht nur Rinder müssen das mit sich machen lassen. Auch Schweine, Schafe und Ziegen tragen diese Schilder spazieren.

Schön ist das nicht! Das sieht nicht nur ungemütlich aus, die Schilder sind für die Tiere auch total lästig (und sie sind damit „nur eine Nummer“ …).

Schlimmer noch: Manchmal entzünden sich diese Löcher übel oder die Schilder reißen ab.

In manchen Ländern müssen sogar Hunde Marken im Ohr tragen, damit man gleich sieht, dass sie kastriert und geimpft sind,

und damit sie als Straßenhunde nicht noch mal eingefangen werden.

Wenn ich mir vorstelle, dass mir jemand so ein Plastikteil durchs Ohr rammt … da schüttle ich mich lieber ganz schnell. Gruselig ist das!

Dass Hunden als Kennzeichnung Teile vom Ohr weggeschnitten werden, mag ich mir erst recht nicht vorstellen.

Jedenfalls, irgendwie sind all diese Marken dasselbe wie Piercings für Zweibeiner.

 

 

Mein Frauchen hat auch ein „Piercing“:

Als Teenager hat sie sich Ohrlöcher stechen lassen, für Ohrschmuck.

Sie erinnert sich noch gut, wie schwindlig ihr war, als der Juwelier die Löcher gestanzt hat:

„vasovagale Reaktion“, Frauchen war kurz vorm Umfallen.

Freiwillig würde sie so was nicht noch mal mit sich machen lassen!

Seit damals muss sie Ohrstecker tragen, weil Löcher in den Ohrläppchen nicht gut aussehen.

Außerdem sind Ohren extrem empfindlich.

Frauchen weiß inzwischen, dass auf dem Ohr eine richtige „Landkarte“ vom ganzen Körper liegt,

wie ein Embryo: Der Kopf ist unten, die Füße sind oben.

Vom Ohrläppchen gibt es eine Verbindung zum Gehirn und zu den Augen.

Beides wird durch Ohrschmuck gereizt, er ist ein ständiger Störherd –

auch an anderen Stellen vom Ohr, die anderen Körperbereichen zugeordnet werden.

Über solche Zonen am Ohr kann man sogar Krankheiten behandeln.

 

 

Buch: NeuroReset

 

Frauchen sagt:

Rechtlich betrachtet, ist das Ohrlochstechen eine Körperverletzung, in die eingewilligt werden muss.

Manchmal wollen schon Kinder unbedingt Ohrschmuck haben.

Weil Kinder nicht abschätzen können, wie weh das tut und was damit verbunden ist, müssen die Eltern ihr Okay geben.

Kinderärzte sehen das kritisch: Auch Eltern können die möglichen Folgen oft nicht abschätzen:

Entzündungen, Infektionen, allergische Reaktionen, schmerzhaftes Ausreißen des Ohrschmucks, wenn Kinder toben,

und das Triggern von Körperteilen über die Ohrregion.

Ärzte würden dieses Triggern wohl oft als „esoterischen Quatsch“ abtun,

und bei Juwelieren steht bestimmt mehr als gelegentlich die Aussicht auf Profit (Schmuck verkaufen) über der Ethik.

 

Aber das ist erst der Anfang!

Manche Leute lassen sich am Bauchnabel piercen –

eine absolute Katastrophe, weil da eine sensible „Trauma-Zone“ liegt (Bachblüte 29/Star of Bethlehem).

Ein Nasenpiercing auf der linken Seite triggert unterdrückten Kummer (1/Agrimony),

auf der rechten Seite verstärkt es Ängstlichkeit und Gruselgefühle (2/Aspen).

Warum tun Zweibeiner sich das an? Oder weiß das etwa keiner?

Noch etwas Physik – die kann man zwar nicht sehen, aber spüren: Metalle leiten die Energieströme der Haut um

und haben Einfluss auf das Immunsystem, das zum Teil auch in der Haut sitzt.

Ich kann solche Veränderungen riechen – und die Zweibeiner haben doch eh schon jede Menge Probleme mit ihrem Immunsystem …

In unserer modernen Welt wird es noch wilder:

Jedes Metall am Körper wirkt wie eine kleine Antenne, ob als Piercing, als Schmuck oder in den Zähnen.

Es reagiert auf all die unsichtbaren Frequenzen, die uns heutzutage umgeben – vom Smartphone bis zum Induktionsherd in der Küche.

Diese Kochfelder sind übrigens meistens genau auf Höhe der menschlichen Geschlechtsorgane.

Welchen Einfluss das haben kann, kann sich jeder selbst ausmalen, der sich über „Zipperlein“ in dieser Körperregion wundert.

 

Tattoos: Als die Zuchtbuchnummer zum Albtraum wurde

Mit Tattoos ist es kein bisschen besser als mit Piercings.

Der allererste Hund, der lange vor meiner Zeit in unserem Zuhause lebte, musste das noch am eigenen Leib erfahren.

Ihm wurde damals seine Zuchtbuchnummer auf den Bauch „gemalt“, elektrisch. Die Nummer war aber bald nicht mehr zu sehen.

Dann wurde dem armen Kerl mit einer Tätowierzange die Nummer ins Ohr gestanzt: *JAUUUUUL!!!*

Wie Zweibeiner sich so was freiwillig und auf großen Hautflächen antun können, werde ich nie verstehen.

Jeder Hammerschlag ein „tat“ und danach ein „au!“ – macht zusammen „tat-au“. So hieß das eigentlich mal, in der Südsee: „tatau“.

Nach einiger Zeit mögen viele Leute ihr Tattoo nicht mehr und wollen es wieder loswerden.

Das Wegmachen oder Übermalen tut dann noch mal genauso höllisch weh.

Bei manchen Zweibeinern sieht man vor lauter Tattoos überhaupt keine Haut mehr: Ihre Arme sind fast komplett schwarz.

 

 

Neulich trafen wir eine Frau, die hatte eine schwarze Hibiskusblüte auf dem Arm.

Das war wenigstens nicht so gruselig wie vieles andere, das die Zweibeiner sich antun.

Ein hübscher Blumensticker auf dem Badezimmerspiegel der Frau hätte es eigentlich auch getan, nicht wahr?

 

 

Wassergedächtnis, Schwarzmagie und die Flöhe

Zum Schluss wird es richtig tiefgründig.

Habt ihr schon mal davon gehört, was passiert, wenn man Wörter auf ein Glas Wasser schreibt?

Das Wasser reagiert darauf. Es kann sich sozusagen freuen oder traurig oder wütend werden.

Das wurde sogar mit Fotos von wunderschönen oder schrecklich unförmigen Wasserkristallen bewiesen.

Und woraus besteht der Körper von Menschen und Tieren zu einem großen Teil? Genau, aus Wasser!

Das Körperwasser reagiert bestimmt genauso wie das Wasser im Glas, wenn man was draufmalt.

Eine Wissenschaftlerin hat sogar mal gesagt: „Tattoos sind Schwarzmagie.“

Man impft sich diese Symbole sozusagen direkt in die eigenen Körperzellen.

Wenn ihr also unbedingt ein Bild auf der Haut wollt, malt es lieber nur auf, statt es mit Tinte einzustechen.

Es gibt auch eine gute Seite von aufgemalten Symbolen: Heilzeichen, wie zum Beispiel Körblersche Zeichen.

Frauchen hat in einem Buch erstaunliche Geschichten gelesen, wie kranken Tieren damit geholfen wurde,

indem man solche Symbole auf das Fell gemalt hat. Einfach mit dem Finger, das soll reichen.

Oder man kann das Symbol, das gebraucht wird, auf einen Zettel schreiben, ein Wasserglas draufstellen

und das informierte Wasser in den Trinknapf gießen.

Das mit der veränderten Energie wollten wir neulich übrigens auch mal testen.

Ich muss sagen: Unsere ewig vorhandenen Gartenflöhe waren von dem Anti-Floh-Heilzeichen überhaupt nicht beeindruckt.

 

Letzten Endes steht über allem der Respekt vor der körperlichen Unversehrtheit –

egal ob bei Tieren, bei kleinen Kindern oder bei Erwachsenen.

Jemand hat gesagt: „Wenn der liebe Gott gewollt hätte, dass ich Bilder auf der Haut habe, dann hätte ich sie von Geburt an gehabt.“

 

Benjie,

der zum Glück später geboren wurde als zu der Tätowierung-Zeit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Buch

Frieden schaffen

zum Wohl von Mensch, Tier

und Umwelt

nach der Lehre von Dr. Edward Bach

Infos zum Buch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

20.7.2026

 

Die neue EU-Heimtierverordnung

Chip-Pflicht und Qualzucht

 

In den Radio-Nachrichten wurde erzählt, dass ein Hund zu seiner Familie zurückgebracht werden konnte.

Hm, ungewöhnlich, dass so was den Radioleuten eine Meldung wert ist.

„Sommerloch“, dachte Frauchen.

Etwas später des Rätsels Lösung: Das war ein Wink mit dem Zaunpfahl.

Für ganz Europa gibt es ein neues Gesetz, dass Hunde in allen Ländern gechippt und registriert werden sollen.

 

Wenn ein geliebter Hund weg ist, ist das ein Albtraum!

Das neue Gesetz klingt erst mal sinnvoll, und bestimmt sind schon viele Hunde,

die nicht mehr nach Hause gefunden haben, dadurch wieder glücklich geworden.

Tierschützer feiern das neue Gesetz als Sieg gegen den illegalen Welpenhandel.

 

Es gibt aber auch eine Schattenseite.

Eins ist ganz klar: Kein Hund würde sich freiwillig mit einer dicken Nadel, durch die ein Reiskorn passt, stechen lassen.

Das ist genauso Körperverletzung wie eine Impfspritze. Jeder Welpe schreit dann, natürlich.

Noch schlimmer: So ein Chip kann im Körper wandern.

 

 

Als vor Jahren das Chippen beim VDH eingeführt werden sollte, sagte eine Züchterin:

„Wenn das Pflicht wird, trete ich aus dem VDH aus!“

Damals waren nämlich schon Chips in Hundeherzen gefunden worden.

Sie waren im Körper gewandert, hatten sich nicht am Hals verkapselt.

Normalerweise merkt der Körper, dass da was Fremdes ist, das weggeschlossen werden muss.

Aber nicht immer klappt das.

Das ist so ähnlich wie bei Munition, die im Körper von Kriegshelden gewandert ist:

Plötzlich taucht sie ganz woanders auf und macht Probleme.

 

 

Die neue EU-Heimtierverordnung,

die die Pflicht zum Chippen enthält, soll nach und nach wirksam werden.

Das zieht sich noch über Jahre hin.

Es geht auch darum, dass Hunde und Katzen registriert werden müssen.

Und es geht um Qualzucht. Die Tiere sollen nicht unter ihren äußeren Merkmalen leiden:

kurze Nasen, Hautfalten, hervorstehende Augen, extrem klein gezüchtete Tiere …

In dem neuen Gesetz ist die Rede von „excessive conformational traits“,

übersetzt: „übermäßig ausgeprägte Körpermerkmale“. 

 

 

Das englische Wort „excessive

kennt mein Frauchen noch allzu gut von den Beardies mit „excessive coat“ – Fellmassen.

Der amerikanische Rassestandard bezeichnet heute noch „excessively long, silky coat“ als schweren Fehler.

 

 

Geplant soll sein, dass auch Fellmassen in der Liste der Qualzuchtmerkmale aufgeführt werden –

Regeln für Tiere mit extremen Felltypen („extreme coat types“), weil extrem viel Fell den Hunden schadet:

*   wenn sie ihre Körperwärme regulieren müssen und das mit „Wintermantel“ nicht gut können (Überhitzung)

*   bei der Gesundheit (Filz, Entzündungen, Ekzeme, unzumutbar lange Pflegezeiten – Maden wurden auch schon gefunden)

*   wenn sie sich frei bewegen wollen und das nicht können, weil sie eine Last mit sich rumschleppen müssen

*   weil Artgenossen unter viel Fell die Körpersprache nicht lesen können.

All das, was viele Beardie-Züchter jahrzehntelang nicht wahrhaben wollten.

Jetzt wird ihnen ein Gesetz die „rote Karte“ zeigen. Das Gesetz kümmert sich nicht um die Meinung von Show-Richtern.

Die Situation der Beardies ist heute noch viel schlimmer als vor fast 30 Jahren,

seit mein Frauchen in ihren Büchern und mit ihrer Website vor viel Fell und dem Leiden der Beardies gewarnt hat.

Die Europa-Experten dürfen sich mit genauen Angaben in der Qualzucht-Liste allerdings noch bis 2030 Zeit lassen.

Spätestens dann werden die Show-Richter, die den Beardie-Rassestandard missachten, nicht mehr das letzte Wort haben,

und die Beardies, die dann noch mit zu viel Fell ausgestellt werden sollen, dürfen nicht mehr geduldet werden.

Es wird also höchste Zeit für die Züchter, sich was einfallen zu lassen,

ohne das Fell abzuschneiden (das verbietet der Rassestandard, jedenfalls für Ausstellungshunde).

Wenn es keine Show-Pokale mehr gibt, bricht nämlich die Zucht zusammen, weil solche Hunde nicht mehr „zuchttauglich“ sind.

 

Über die neue Verordnung und was das alles bedeutet, darüber gibt es noch viel zu erzählen.

Das übernimmt mein Frauchen, auf einer Sonder-Webseite.

Benjie,

der sich fragt, was die Zweibeiner wohl sagen würden, wenn sie gechippt werden sollten: als Personalausweis.

(Irgendwann wird auch das kommen …)

 

Langes, dichtes Fell ist wirklich eine Last,

vor allem im Sommer.

Frauchen hat Toby’s Fell wieder gekürzt.

Ab der Körpermitte ist es immer noch plüschiger als vorne.

 

 

Wir genießen den Sommer,

machen zwar bei Wärme keine Spaziergänge (nur morgens, wenn’s noch kühl ist),

können aber immer in den Garten gehen, wenn wir das wollen.

 

Toby ist ein kleiner Schelm.

Er liebt seine Wanne. Hier sagt er: „Frauchen, du darfst mich fotografieren, aber dann springe ich gleich raus!“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

10.7.2026

 

Maulkorb

 

Wenn ich beim Spaziergang meine Nase in den Wind halte, sehe ich immer öfter Kumpels,

die mit einem komischen Ding im Gesicht rumlaufen.

Ein Gitter direkt vor der Schnauze. Ganz schön seltsam, oder?

 

Einerseits ist es ja gut, dass Menschen Verantwortung übernehmen.

Schutz muss sein, wenn Hunde vor lauter Unsicherheit, Angst oder aus Größenwahn zuschnappen.

Ihre Besitzer sorgen dafür, dass weder andere Zweibeiner noch wir Vierbeiner bei unseren Treffen verletzt werden.

Tierheim-Hunde werden von ihren Betreuern oft mit Maulkorb ausgeführt, sicherheitshalber.

Hunde, die als gefährlich eingestuft werden, können so ein Gitterding verordnet bekommen.

 

Ein Hund mit Maulkorb sieht immer gefährlich aus.

Da macht jeder einen großen Bogen – aus Angst, dass solch ein Hund wütend in die Leine springt und einem zu nahe kommt.

Die Menschen sagen dann immer ganz schlau: „Ein Maulkorb gibt dem Hund Freiheit, weil er damit überhaupt erst raus darf!“

Aber mal ehrlich: Freiheit?!

Mit einem Metall- oder Plastikkorb vor der Nase, mit dem ein Hund nicht mal ordentlich schnuppern kann?!

Das würde sich für mich nicht nach Freiheit anfühlen.

Ich glaube, dass viele Hunde unnötig unter einem Maulkorb leiden müssen,

weil das für ihre Menschen bequemer ist, als ihre Vierbeiner gut zu erziehen.

Wenn sie ihm dann zum Fressen den Maulkorb abnehmen müssen,

bekommen sie in den paar Minuten der Schnauzenfreiheit von Tag zu Tag mehr Angst, dass „was passiert“.

 

 

Sinn macht ein Maulkorb

*         beim Trainieren mit aggressiven Hunden an der Leine.

*         beim Tierarzt, wenn ein Hund bei Schmerzen oder aus Angst jemanden verletzen könnte.

*         als Schutz vor Giftködern.

*         wenn man sich an Vorschriften in Verkehrsmitteln halten muss: Bus, Bahn, Fähre.

 

Unsinnig oder ein Problem ist ein Maulkorb,

*         wenn er die Erziehung ersetzen und Verhaltensprobleme lösen soll.

Dann ist es wie mit einem Schmerzmittel, das Schmerzen mindert, aber das Symptom nicht beseitigt.

*         wenn er ohne Training dem Hund aufgezwungen wird und Stress und Angst erzeugt.

*         wenn er nicht passt:

wenn er scheuert, wenn der Hund damit nicht trinken, hecheln und nicht gemütlich schlafen kann.

 

 

Jeder Hund kann beißen.

Ich auch!

Wenn mich ein anderer Hund blöd anmacht oder mich angreifen will,

würde ich ihm zeigen, dass ich 42 Waffen in der Schnauze habe. Verteidigung muss immer erlaubt sein.

Aber deshalb mache ich meine Spaziergänge noch lange nicht mit so einem Korb im Gesicht.

Ich habe nämlich gelernt, wie man höflich Hallo sagt und dass man nicht jeden Hund, der kommt, sofort herausfordern muss.

Ich bin eben ein fröhlicher, friedlicher Typ und will keinen Streit.

Erst wenn mir der andere so richtig dumm kommt, belle ich ihm meine Meinung – aber schön sicher an meiner Leine.

Frauchen und ich können nur hoffen, dass Zweibeiner mit angriffslustigen Hunden aufpassen

und dass sie ihre schlecht erzogenen Rabauken wenigstens immer gut an der Leine festhalten.

Auch: festhalten können, ohne dass sie die Leine um einen Laternenpfahl schlingen müssen. Meistens ist ja kein Laternenpfahl da.

Wir haben auch schon gesehen, dass eine Lederleine von einem wütenden Hund gerissen ist.

Toby lernt gerade „Hinter mich!“ Er soll hinter Frauchen gehen und sich da hinsetzen, wenn ein anderer Hund kommt.

Da ist er sicher und da wird er auch nicht so leicht auf die Idee kommen, vorbeikommende Leinenzerrer anzubellen.

 

~  ~  ~ ~  ~  ~ ~  ~  ~  ~  ~  ~ 

 

 

„Verpasst dem kleinen Giftzwerg doch einen Maulkorb!“, riet uns jemand,

damit zwischen Toby und mir endlich Frieden ist. Das wäre aber kein Frieden.

Das wäre so, wie wenn jemand einem Zweibeiner Fesseln anlegen würde.

Oder wie bei der Maskenpflicht bei der „C-Seuche“: Freiheitsberaubung. Wohlgefühlt hat sich damit keiner.

Ein Hund würde dadurch nicht lernen, dass er friedlich sein soll.

Er bekäme nur Panik, wenn sein Kumpel (also ich) ihn als Angreifer in die Schranken weist und unterwirft, ohne dass er sich wehren könnte.

Panik ist Todesangst – und die bleibt, wann immer der Maulkorbträger seinen überlegenen Kumpel sieht.

Er wäre mit Maulkorb dauerhaft unglücklich und würde auch noch das Vertrauen in die Menschen verlieren, die ihm das Ding verpasst haben.

Deshalb sagen Herrchen und Frauchen: „Maulkorb kommt nicht in Frage!“

Sie wollen uns das nicht antun – ja: uns, denn auch ich müsste einen Maulkorb tragen,

weil ich dem Knurr-und-Bell-Toby seine Attacken nicht durchgehen lassen und ihn packen würde.

Ein Blick von mir genügt, schon fühlt er sich herausgefordert und bläst zum Angriff.

Deshalb muss er noch hinterm Türgitter bleiben, da kann er mich nicht erreichen.

Entweder Herrchen oder Frauchen ist immer bei einem von uns, keiner wird weggesperrt.

Sie wollen den sanften Weg mit uns gehen: Annäherung –

egal, wie lange das dauert, und egal, wie viele Rückschläge es vielleicht noch geben wird.

Toby ist nämlich überhaupt kein Giftzwerg: Er vertraut mir nur nicht mehr, seit unserem ersten Kampf im Januar.

Dieses Vertrauen müssen wir sorgfältig wieder aufbauen.

 

 

Wollen statt Müssen:

*         Niemand kann gezwungen werden, einen anderen zu mögen. Er muss den Wunsch haben, freundlich zu sein.

Lernen von innen heraus, das nennt man „intrinsisches Lernen“.

Ein wunderbarer Vorreiter dieser Methode ist der Pferdekenner Monty Roberts mit seinem „Join-Up“,

wobei die Pferde zu ihm kommen wollen, nicht müssen.

*         Gehorsam unter Zwang und aus Angst = Dressur, ist „Gehorsam“ als Meideverhalten (die alte, harte Art von „Erziehung“),

wenn Tiere die Härte ihrer Menschen fürchten.

 

 

Seit wir noch einmal aneinandergeraten sind, weil eine Gittertür nicht richtig zu war, vertraut der Kleine mir noch weniger.

Jetzt müssen die Holztüren zu sein, weil Toby schon auf mich losgehen will, wenn er mich nur durchs Gitter sieht.

Mehr als 4 Monate Training waren auf einmal für die Katz … Vorher konnten wir schon Nase an Nase als Fast-Freunde am Trenngitter liegen.

Also alles auf Anfang, wieder von vorn.

So haben wir weiter geübt:

 

Holztür offen, aber Decken vor den Gittertüren,

damit für Toby der „visuelle Reiz“ fehlt.

Leckerlis schaffen Wohlfühl-Atmosphäre.

Es passiert noch, dass der Kleine auf der anderen Seite wütet,

wenn er merkt, dass ich hinter der Decke bin.

Deshalb sind die Holztüren nur unter strikter Kontrolle offen.

 

Fröhliches Spiel statt Maulkorb-Frust:

Täglich mehrmals, bei kurzen Übungen, versuchen Frauchen und Herrchen, Toby „umzupolen“.

Während ich ein paar Meter von einem geschlossenen Gitter entfernt liege, darf Toby ans Gitter kommen.

Ein paar Mal hat er sich dabei auf einen Ball konzentriert, den er haben wollte. Er liebt seine Bällchen.

Beim ersten kurzen Blick zu mir flog der Ball, zur Belohnung.

Inzwischen kann Toby einige Sekunden am Gitter sitzen, mich ansehen und warten, ohne dass der Ball fliegt.

Sinn der Sache war, dass er lernt:

Wenn er mich ansieht, bin ich nicht das Signal, auf mich loszugehen, sondern:

Wenn er mich ansieht, folgt ein gutes Gefühl: Freude über sein Bällchen.

 

Durch Küche und Flur durfte er rennen, wenn er mich eine Weile sehen und ignorieren konnte.

 

 

Wenn die Übung vorbei war, hat Toby seine Bälle eingesammelt und in eine Höhle getragen:

in der Küche unter der Arbeitsplatte oder im Flur in der Hundekarre.

Behalten durfte er sie aber nur kurz, damit er sie beim nächsten Üben unbedingt haben wollte.

 

Weil Toby aushalten soll, dass ich mich bewege,

haben wir das Ganze auch mit vertauschten Rollen gemacht: Toby musste warten, ich durfte spielen.

 

Es ist alles nicht so einfach.

Herrchen sollte mithelfen, sollte mich im Körbchen mit Leckerlis bei Laune halten, wenn der Kleine geübt hat,

oder auch mal Toby im Körbchen halten, wenn ich mit dem Ball spielen durfte.

Herrchen war genervt, und er hat auch den Dreh mit der sekundengenauen Belohnung nicht raus.

Darum bekomme ich jetzt neben dem Körbchen meine Schleckmatte. Damit bin ich beschäftigt und ruhig,

während Toby auf der anderen Seite vom Gitter übt – inzwischen eher mit Leckerlis: mich ansehen, warten, Belohnung kommt.

Auch mal mich länger ansehen. Oder kürzer. So, dass er nicht vorhersehen kann, wann es das Stückchen Entenbrust gibt.

Am Ende bekommt er dann doch noch sein Bällchen. Einmal, kurz.

Das mehrfache Ballwerfen hat ihn zu sehr aufgeregt, da konnte er am Gitter nicht ruhig sein.

„Man wächst mit seinen Aufgaben …“, sagt Frauchen.

 

Unser Training dauert und macht Mühe.

Wenn einmal etwas fest im Hundehirn sitzt, bekommt man es nur ganz schwer wieder raus.

Wir wissen nicht, warum Toby so heftig reagiert. Ich war doch nie böse zu ihm, hab mich nur gewehrt.

Vielleicht ist ihm in der Zeit, bevor er zu uns kam, mal was Böses passiert, das ihn in seinem Köpfchen kitzelt („triggert“) …

Es wird sich lohnen, dem Kleinen mit Geduld ein sicheres Fundament zu bauen, mit dem er mir irgendwann wieder vertraut.

Ich hoffe nur, dass es nicht genauso läuft wie mit Julius, meinem Spitz-Freund im Park:

Als Julius klein war, waren wir Freunde. Dann kam seine Pubertät, er ging auf mich los, und er wollte nie wieder mein Freund sein.

So was ist echt traurig!

 

 

Kleine Hunde bringen oft ein dünnes Nervenkostüm mit, haben eine niedrige Reizschwelle.

Spitze gelten als misstrauisch, sobald die Hormone im Gehirn die „Erwachsenen-Software“ freigeschaltet haben.

Die Gene für Verhalten, Reizschwelle und Aggressivität können hochgradig dominant weitergegeben werden,

selbst wenn der optische oder prozentuale Anteil im Erbgut winzig erscheint (in Toby stecken 3 % Zwergspitz).

 

 

Benjie,

dem niemand weismachen kann, dass sich ein Hund mit Maulkorb frei fühlt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über mich und über Toby

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich bin Benjie.

Wo ich aufgewachsen bin, hieß ich Charmeur Ben.

Charmeur – klar, weil ich einer bin.

Und ein Franzose bin ich auch, meine Rasse jedenfalls: Petit Basset Griffon Vendéen.

Also kein Bearded Collie, wie meine Vorgänger. Ich guck nur so ähnlich.

Und bin pflegeleichter als die großen netten Wuschels, deren Fell durch falsches Züchten immer mehr geworden ist.

4 Bearded Collies haben hier gewohnt. Einen hab ich noch gekannt, Monty.

Dann sollte Schluss sein mit viel Fell.

 

Mein Frauchen hat die Beardie-Webseiten gemacht. Ihr Name ist Liesel Baumgart.

Mein Blog müsste also eigentlich BBB heißen – Benjie Baumgart Blog. 2 Bs reichen.

 

In unserem Zuhause werde ich oft „du Kasper“ genannt. Weil ich meistens lustig bin.

Ich hab aber auch eine ganz empfindsame Seele …

 

Ich bin hier Hund Nummer 9, seit 1989 der 9. Hund. Oft waren meine Vorgänger zu mehreren: zu zweit, zu dritt, eine Weile sogar zu fünft.

Weil ich nicht allein bleiben sollte, kam im Frühjahr 2025 Toby zu uns: 4 Monate jung, klein, aber ein ganzer Kerl.

Wir fanden ihn zufällig im Tierheim, eigentlich kommt er wohl aus Rumänien.

Sofort haben wir uns damals gut verstanden, darum durfte doch noch mal ein Hund mit viel Fell bei uns einziehen.

In Toby stecken Malteser, Shih Tzu, Pekingese, Magyar Vizsla, Maremmano und noch 6 andere Rassen.

1 Jahr lang waren wir die besten Freunde, dann hat er mich beim übermütigen Spiel auf einmal angegriffen, und ich musste mich wehren.

Seitdem werden wir in unserem Haus getrennt.

Toby vertraut mir nicht mehr und will mich immer beißen. Darum vertraue ich ihm auch nicht mehr.

Mit Einfühlungsvermögen und Verständnis (Pubertät, Hormone …) arbeiten wir daran, dass das wieder besser wird.

 

„Wenn Hunde reden könnten“, so hieß 1996 Frauchens erstes Buch.

Liebe Menschen, die sich in Tiere einfühlen können, mögen es, wenn Hunde „reden“.

Auch wenn Hunde mit ihren Gedanken reden, telepathisch. Das geht!

Darum schließt sich hier der Kreis, wenn ich rede – oder schreibe.

 

Benjie,

der von Herz zu Herz mit seinem Frauchen spricht

 

 

Benjie

 

 

 

Toby

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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