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Neuigkeiten rund um Bearded Collies

und Hunde im Allgemeinen

 

 

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der Bearded Collies

 

 

 

 

 

 

 

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Das Neueste steht oben in der Liste,

Rest nach ABC.

 

Gassi-Verordnung

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2 Reisen nach Wales

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„Alter Typ“ als Vorbild in einem neuen Hunde-Lexikon

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Ängste einfach abschneiden?

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Ängste mit „Medizin“ ausgleichen / Verweiblichung

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Ängste wegmassieren und aufessen

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Anti-Floh-Tipp

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Artikel von Dr. Lynne Sharpe: Der „korrekte“ Bearded Collie?

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Beardie-Blog von „Pedigree Dogs Exposed“

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Beardie-Kalender geplant

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Beardie-Rettung: per Tierkommunikation nach Hause

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Das Rudelprinzip – ein alter Zopf?

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Deutschland ist tollwutfrei

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Door Topper

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Ein Geschenk an die Erde: EM (Effektive Mikroorganismen)

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Film „Viel Rasse, wenig Klasse“

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Futter verändert die Fellfarbe – jetzt bewiesen

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Gelassenheit durch Kohlehydrate

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Hüten macht glücklich

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Junger Beardie im Fernsehen

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Junghund aus Arbeitsbeardie-Verpaarung nach Deutschland importiert

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MHC-Haplotypen bestimmen die Immunabwehr

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Mit Würmern gesünder

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Noch ein neuer Weg in GB

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Offenes Zuchtbuch in GB?

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Oldie-Karre – „Rollstuhl“ für Hunde-Senioren

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Qualzucht: BBC boykottiert die Crufts 2009

Umbruch in der Zucht – ein Meilenstein?

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Rohfütterung macht gesund

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Sanfte Therapie bei Myasthenia gravis?

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SLO-Forschung soll Fortschritte machen.

Blutproben von betroffenen Bearded Collies gesucht!

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Stress während der Trächtigkeit

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Unser Logo-Beardie Mitch feiert seinen 14. Geburtstag

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Urnen aus Holz, mit Bild des verstorbenen Hundes

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Weniger Stress durch mehr Muskeln

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Working Bearded Collie Society: Informationsmaterial

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Zuspruch von der GEH

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Großbritannien weist den Weg: Prämium-Züchter

Der Kennel Club geht neue Wege und zeigt, was möglich ist, um den Welpenkäufern einen guten Qualitätsstandard zu garantieren: Besonders gute Zuchtstätten sollen ausgezeichnet werden.

Bisher ist es allerdings nur ein Konzept.

In einer Fragebogen-Aktion zu einem „Accredited Breeder Scheme“ zeigten die Züchter – so wörtlich – extrem gute Rückmeldungen. Wenn dieses Konzept 2004 auf der Crufts vorgestellt worden ist, werden die Züchter, die sich den Regeln unterwerfen, damit werben dürfen, dass es in ihrer Zuchtstätte anerkannt gute Zuchtpraktiken gibt.

Der Nutzen für Welpenkäufer wird darin bestehen, dass sie solchen Züchtern besonders vertrauen können und dass Rat und Hilfe nach dem Welpenkauf garantiert werden.

In dem Konzept geht es u. a. um das Alter der Zuchthunde, die Anzahl der Würfe, Gesundheitsuntersuchungen (HD usw.), Wurfbedingungen, angemessene Sozialisierung der Welpen mit schriftlichen Hinweisen für weiteres Training, ein Fütterungs-, Impf- und Entwurmungsprogramm, zugesicherten telefonischen Rat nach dem Verkauf der Welpen, eine zeitlich begrenzte Geld-zurück- oder Umtausch-Garantie.

Nach einem Jahr sollen die Züchter für ihre Hunde ein DNA-Profil erstellt haben. Die Daten sollen zu Forschungszwecken in einem Archiv gesammelt werden.

Ist das neu?

Ansätze in diese Richtung gibt es bereits auf dem Kontinent, z. B. verleiht der ÖKV das Gütesiegel „Vorbildliche Zuchtstätte“.

Eigentlich ist es traurig, dass solche Maßnahmen überhaupt ergriffen werden müssen. Gute Zuchtpraktiken sollte ein Welpenkäufer von jedem im nationalen Dachverband registrierten Züchter erwarten können. Inzwischen hören wir immer wieder, dass das VDH-Siegel für viele Welpenkäufer weniger ein Gütesiegel darstellt als das Gegenteil („Die Rassehunde sich doch alle überzüchtet und krank!“, hört man oft.) und dass in anderen Clubs viel mehr Wert auf das Wohl der Hunde gelegt werden soll.

Den Hundekäufern kann es nur recht sein, wenn die „sehr guten“ Züchter von den „guten“ (oder doch nicht so guten?) zu unterscheiden sind.

Wir meinen: Eine gute Idee!

Vor allem die Erstellung eines DNA-Profils aller Zuchthunde ist lobenswert. Gute Züchter haben nichts zu verstecken.

Wann zieht der VDH nach?

 

Quelle:

Our Dogs News vom 3.11.2003:

“Crufts launch for new accredited breeder scheme”

 

 

 

Noch ein neuer Weg in GB

Einige britische Züchter sind aus dem Verband ausgetreten und züchten Border Collies in die Beardie-Rasse mit hinein, damit neues Blut die Erbkrankheiten vermindert und das Fell wieder kürzer wird.

Dies entspricht den Empfehlungen moderner Genetiker wie H. Wachtel („Hundezucht 2000“).

Wir meinen: In Ordnung. Beardies und Border Collies kamen früher im selben Wurf zur Welt, sie sind eng verwandt. Die Elterntiere müssen allerdings sorgsam ausgewählt werden, auch Border Collies haben heutzutage so ihre Probleme ...

Quelle: VOX-Bericht über Hütehunde

 

 

Ängste einfach abschneiden?

Es hat sich herausgestellt, dass viele Beardies ihre Angst verlieren, wenn man das Stirnhaar kürzt, also wenn sie einfach mehr sehen und dadurch sicherer werden.

stirnhaar CS

Beim Beardie vom alten Typ stellt sich die Frage

nach dem Kürzen des Stirnhaars oft gar nicht.

So kann er genug sehen.

 

Ein interessanter Denkansatz kommt aus der Alternativmedizin. Haare gelten als Antennen für die Umwelt. Jedes Haar ist mit den Nerven verbunden (Auszupfen bereitet Schmerz). Je länger und feiner das Haar, desto feiner sind die Antennen für die Umwelt – also: desto sensibler der Hund. Das trifft auf das Wahrnehmen von Gefühlen und Stimmungen ebenso zu wie auf das Wahrnehmen von atmosphärischen Störungen (Gewitter: das Haar lädt sich elektrostatisch auf, dadurch wird der Hund nervös).

Wir haben immer wieder beobachtet,

dass lang und üppig behaarte Hunde nach dem Kürzen des Fells wesentlich lebensfroher, unternehmungslustiger und selbstbewusster wirken. Manchmal hat man den Eindruck, als wollten sie sagen: „Danke, dass ich den Pelz jetzt endlich los bin!“ Plötzlich trauen sie sich mehr zu. Vielleicht hat das nicht nur damit zu tun, dass ihnen eine körperliche Last genommen wurde, sondern dass einfach ihre kürzeren Haar-Antennen nicht mehr so empfindlich sind.

Weniger esoterisch ausgedrückt:

Haut – und damit Haare als „Hautanhangsgebilde“ – und Nerven haben sich bei der Embryonalentwicklung aus einem gemeinsamen Keimblatt entwickelt. Dadurch erklärt sich, dass Nervenprobleme (Angst) oft mit Haut- und Haarproblemen (z. B. Allergien) einhergehen. Umgekehrt wird auch ein Schuh draus: Langes, feines Haar lässt vermuten, dass der Hund ein sensibles Nervenkostüm hat.

So gesehen,

kann durchaus ein Zusammenhang zwischen langem, feinem, üppigem Fell und Angst bestehen!!!

 

 

Glühbirne, Idee g.jpg

... auch ein Grund,

lieber Hunde mit kürzerem, harschem Fell zu züchten.

 

Ein weiterer Aspekt ist, dass man mit einem Hund mit kurzem Fell automatisch ganz anders umgeht als mit einem „Plüschi“. Man hat auf einmal einen „ganzen Kerl“ vor sich und traut ihm viel mehr zu. Der Hund spürt und reflektiert das. Man kennt dieses Phänomen von Hunden, die auf überfürsorgliche Besitzer reagieren und dadurch „immer sensibler“ werden. Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.

 

Schere

 

Wichtig: Das Haar niemals bis auf die Haut abscheren!!!

Wie man Beardie-Fell am besten kürzt, steht hier.

 

 

Ängste mit „Medizin“ ausgleichen

Tierärzte greifen zum Ruhigstellen von Angstpatienten oft schnell zu Psychopharmaka, z. B. bei Angst vor dem Autofahren oder vor dem Silvesterfeuerwerk. Beim Tierarzt gibt es sogar „Beruhigung aus der Steckdose“: einen so genannten D.A.P.-Stecker mit „Dog Appeasing Pheromone“, der ähnliche Stoffe aussendet wie eine säugende Hündin und der in dem Raum angewendet werden soll, in dem sich ein ängstlicher Hund meistens aufhält. Das ist dem Hund gegenüber ein immenser Betrug.

Umfassender und tiefgreifender kann man mit nebenwirkungsfreier Naturmedizin helfen.

In erster Linie raten wir zu Bach-Blüten:

Blume blau

Aspen: wenn es sich um diffuse Ängste handelt

Blume blau

Mimulus: bei Angst vor konkreten Situationen, Dingen oder Lebewesen

Blume blau

Rescue: bei Panik und Unruhe

Falls das nicht reicht, empfehlen wir die gesamte „Nierenschiene“:

Blume blau

Elm: gegen den Stress, der die Angst auslöst

Blume blau

Mustard und Heather: wirken auf den Nierenmeridian

Blume blau

Mimulus: gegen bestimmte Ängste - Mimulus wird dem Nierenmeridian zugeordnet sowie der rechten Niere

Blume blau

Crab Apple: unterstützend als Ausscheidungsmittel, das darüber hinaus der linken Niere zugeordnet wird

Angst „sitzt in den Nieren“, weiß man in der Alternativmedizin. In den Nebennieren wird das Stresshormon Adrenalin gebildet. Bei Nierenproblemen sollte immer die Schilddrüse mit beachtet werden.

Auch Magen-Darm-Probleme sind oft auf Stress zurückzuführen, z. B. das Würgen/Übergeben beim Autofahren. Magenprobleme in der Rasse sind bekannt: Viele Beardies reagieren bei Futter sehr sensibel, was teilweise auf Stress zurückgeführt werden kann. Bei starkem Stress (Panik) kann es zu spontanem Kot- und Urinabsatz kommen.

In solchen Fällen sollte nicht an den Organen herumgedoktert werden. Hier muss man die Ursache beheben, den Stress mindern – und natürlich als Züchter darauf achten, stressverträgliche Tiere zu verpaaren. Vorbeugen ist besser als Heilen.

 

 

Buch2Buchempfehlung:

Sehr gut erklärt werden diese körperlichen Zusammenhänge - und noch viele mehr, z. B. Haut/Schuppen, verhärtete Muskeln, Um-sich-Schnappen, Konzentrationsschwäche – in dem Buch „Stress bei Hunden“. Es erläutert die Stress-Symptome und -Auslöser und enthält Vorschläge zur Stressminderung.

 

 

Bei einem Alpha-Tier steigt der Testosteronspiegel schon allein durch die Leitfunktion. Der Hund ist dadurch mutiger und vitaler und verträgt Stress von allen Tieren im Rudel am besten (nach H. Wachtel).

Wir raten nur in Ausnahmefällen zu Hormonspritzen, etwa wenn ein Rüde eine Muskelschwäche zeigt, die durch eine Kastration hervorgerufen wurde – man muss dem Tier zurückgeben, was man ihm genommen hat. Eher empfehlen wir, den Hormonhaushalt durch die Bach-Blüten Blume blauRescue und Blume blauAgrimony in Ordnung zu bringen (für Experten: Blockade im 3E-Meridian, der alle Hormone abdeckt, auch die Schilddrüsenhormone).

Auffällig ist, dass die Rasse tatsächlich verweiblicht. Richtig maskuline Rüden gibt es kaum noch, ja, ein kräftiger Rüde vom alten Typ wurde bereits mit den Worten „im Vergleich zu den anderen zu groß“ aus dem Ring geschickt. Verweiblichung in Zusammenhang mit dem Fell kennt man nach Kastration von Rüden und bei Hundemüttern: Das Haar wird dann oft wesentlich üppiger, dichter.

Übrigens: Testosteron unterdrückt auch Entzündungen. Wundern wir uns also nicht, wenn verweiblichte Beardie-Rüden zu Entzündungen neigen.

Zum Nachdenken für die Züchter: Könnte die Ängstlichkeit nicht auch über die Geschlechtshormone mit dem üppigen Fell zusammenhängen?! Pfeil Verweis

Nebenbei: Fortpflanzungsfähigkeit ist das Maß aller Dinge für biologischen Erfolg.

Einen Versuch wert ist auch die Behandlung mit dem Schüßler-Salz Nr. 11: Silicea D12. Möglicherweise fehlt dem Angstpatienten Silicium bzw. seine Zellen können es nicht richtig aus der Nahrung aufnehmen. Das homöopathische Silicium geht direkt in die Zellen. Unterstützen kann man die Therapie durch Kieselerde (Drogeriemarkt), sie enthält Silicium.

 

 

Beardie-Portrait

 

Ängste wegmassieren und aufessen

Eine provokante Überschrift? Mal sehen!

Ängstliche Hunde sind immer verspannt. Entspannung und Angst kann es nie gleichzeitig geben. Massage sorgt dafür, dass der Hund sich entspannt und eine enge Bindung zu seinem Besitzer aufbaut.

Ein Mitglied unserer Interessengemeinschaft schenkt seiner Beardie-Hündin bei Gewitter ein „Notfall-Bürsten“, wodurch die Hündin das Gewitter entspannt übersteht. Dieser Tipp greift allerdings nur, wenn der Hund das Bürsten wirklich mag und es für ihn nicht eine lästige Pflicht bedeutet, der er sich am liebsten entzieht.

Besonders schnell entspannen Hunde sich beim TellingtonTouch.

In einem Buch von Linda Tellington-Jones fanden wir Folgendes:

Glas hellblau

Bei Ängstlichkeit wird das sympathische Nervensystem aktiv und der Fluchtreflex geweckt.

glas hellblau

Beim Fressen und Kauen wird das parasympathische Nervensystem aktiviert. Das Tier beruhigt sich.

Fressen wirkt also der Angst entgegen.

Kein Tier frisst, wenn es in Gefahr ist, bereit zum Fliehen. Das wird jeder wissen, der einmal versucht hat, einen panischen Hund mit Leckerchen weiterzulocken: Er nimmt nichts an.

Man kann sich den Effekt „Fressen = Beruhigung“ zunutze machen. Will man einen Hund an etwas Erschreckendes heranführen – z. B. an eine Wiese, über der immer wieder Heißluftballons auftauchen, deren Geräusche den Hund in Panik versetzen -, so besteht die Kunst darin, den Hund mit vielen kleinen Leckerbissen (z. B. kleinen Fleischstückchen, Hähnchenherzen – etwas Besonderes muss es sein!) zum Fressen zu bringen, ehe das Schreck-Ereignis eintritt. Weiter füttern, solange der Schreckauslöser in Hörweite ist. Dann das Gebiet unter fortgesetzter Fütterung wieder verlassen.

Mit der Zeit lernt der Hund, dass es keine Bedrohung gibt. Mehr noch: Er verbindet sogar mit der Zeit die Bedrohung mit etwas Gutem, den Leckerbissen.

 

Noch etwas Interessantes von Linda Tellington-Jones:

glas hellblau

Ist der Kopf gesenkt (wie beim Fressen), wird der Fluchtreflex ausgeschaltet.

glas hellblau

Hohe Kopfhaltung bedeutet: leicht erregbar, aufmerksam.

Eigentlich nichts Neues für alle, die ihre Tiere gut beobachten. Pferde z. B. reagieren genauso, der kalifornische Pferdetrainer Monty Roberts führt das bei seinem „Join-Up“ immer wieder eindruckvoll vor.

Auch dies kann man sich in Notfallsituationen zunutze machen: Man sorgt dafür, dass der Hund den Kopf möglichst tief hält, so dass der Fluchtreflex ausgeschaltet wird. Eine gute Idee ist es, dem Hund die „Down“-Übung beizubringen (ein fluchtbereites Tier liegt nicht): „Platz“ mit Kopf auf dem Boden. Diese Übung zwecks Desensibilisierung angewandt, in entsprechender Entfernung zum Angst auslösenden Objekt, kann viel bewirken.

 

 

Weniger Stress durch mehr Muskeln

Bewegung senkt den Spiegel der Stresshormone im Blut stark ab.

Der Grund: neu gebildete Körperzellen.

- Neue Zellen werden von den Muskeln gebildet.

- Stresshormone werden in den Energiezentralen der Zellen, den Mitochondrien, abgebaut.

- Je mehr Zellen, desto schneller der Abbau von Stresshormonen.

- Je mehr Stresshormone ins Blut strömen, desto schneller werden sie vor allem von stark ausgebildeten Muskelzellen abgefangen und entsorgt.

„In akuten Stresssituationen ist Treppensteigen die schnellste und effektivste Art, Stresshormone abzubauen“, heißt es.

Hunde, die Angst vor dem Autofahren oder vor dem Tierarzt haben, sollten vor dem gefürchteten Ereignis bei einem sehr langen Spaziergang so viel Stress wie möglich abbauen.

Stress vorbeugen: insgesamt mehr Spaziergänge, mehr bewegungsreiche Spiele und möglichst etwas Hundesport. Freudiger Umgang mit Artgenossen auf den Hundeplätzen fördert außerdem das Selbstbewusstsein und wirkt dadurch zusätzlich der Ängstlichkeit entgegen. Für Hunde-Rüpel gilt: Auch vor dem Besuch der Hundewiese schon mal lange laufen, um Stress abzubauen. Ein entspannter Hund ist ein friedlicher Hund.

 

Quelle: „tv14“ 5/04, Dr. Sepp Porta,

Institut für Angewandte Stressforschung, Bad Radkersburg/Steiermark

 

 

Stress während der Trächtigkeit

Forschungen am Chelsea Hospital in London (Dr. Vivette Glover), haben gezeigt, dass Frauen, die während der Schwangerschaft Stress ausgesetzt waren, Babys zur Welt brachten, die schlecht mit Stresssituationen umgehen können.

Das wird auch bei Hunden so sein.

Züchter von Hunden, bei denen Stressanfälligkeit bekannt ist (wie bei Beardies), sollten deshalb besonders darauf achten, dass die Hündin während der Trächtigkeit keinem Stress ausgesetzt ist. Vielleicht kann man damit so manchem Beardie eine bessere Lebensqualität verschaffen, ohne ständige übertriebene Ängstlichkeit.

 

Quelle:

„Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken – Ganz natürliche Erklärungen für eigentlich unerklärliche Schwächen“ (S. 284), von Allan und Barbara Pease

 

 

Schaf

 

Hüten macht glücklich

Aus der TV-Reportage „Was Tiere denken und fühlen“ von L. Green, Reihe „Abenteuer Wildnis“:

Das Hüten hat auf Hütehunde einen so großen Reiz, weil dabei im Belohnungszentrum des Gehirns der Botenstoff (Neurotransmitter) Dopamin ausgestoßen wird. Dadurch werden Glücksgefühle auslöst, die „süchtig“ nach der Art von Arbeit machen, die diese Gefühle ausgelöst hat. Dopamin wird ausgestoßen, wenn ein Lebewesen Dinge tut, die fürs Überleben wichtig sind.

Ist Hüten für den Hund lebenswichtig? Nein, aber die Jagd auf Beute steckt jedem Hund als lebenswichtig in den Genen. Die Schafe sind beim Hüten in Wirklichkeit Beute, nur hat der Mensch dem Hütehund die Jagdsequenz des Tötens durch Selektion „abgewöhnt“. Auch ein Wolf „hütet“ (umkreist) eine Herde, bevor er zuschlägt. Das Nachjagen (von Joggern, Katzen usw.) ist für jeden Hund damit eine sich selbst belohnende Handlung, die ihn glücklich macht – und deshalb ist sie so schwer zu unterbinden.

Dopamin gibt die Befehle des Nervensystems an die Muskulatur weiter. Es beeinflusst die Gefühle und die Wahrnehmung, weckt Motivation und geistige Fähigkeiten und heizt im Gehirn das Suchtverhalten an. In Verbindung mit Serotonin hemmt es die Futteraufnahme.

Dieser „Glücklichmacher“ ist auch in einigen Nahrungsmitteln enthalten, z. B. Käse und Nudeln. Darum werden überbackene Nudelgerichte von Menschen so gern gegessen ...

 

 

Hütearbeit

Der Wohnzimmerwolf umkreist seine Beute.

 

Rohfütterung macht gesund

„Früher waren Hunde gesünder“, das weiß man längst. Die „modernen“ Krankheiten traten wesentlich seltener auf, von Allergien über Diabetes bis hin zu HD und OCD.

Es gibt 4 Dinge, die entscheidend zur Gesundheit des Hundes beitragen:

1.      artgerechte Haltung

2.      weitgehender Verzicht auf Impfungen

3.      natürliche Heilmittel bei Erkrankungen statt der „chemischen Keule“ (der Chemie kann ein noch so gut gehaltenes Tier auf die Dauer nicht standhalten)

4.      die Ernährung.

 

Hunde fraßen Tausende von Jahren lang das, was bei der menschlichen Ernährung übrig blieb – von Gemüse bis zu abgenagten Knochen. Das ist ihnen offensichtlich besser bekommen als das von Wissenschaftlern so sorgsam zusammengestellte Fertigfutter. „Opa Wolf“ lief nicht mit Nährwerttabellen herum – und, mal ehrlich, wir Menschen tun das für unsere Ernährung auch nicht. Der Urahn unserer Hunde fraß abwechslungsreiches Rohfutter, incl. Mageninhalt seiner Beutetiere (Gräser, Kräuter, Gemüse, ganz wenig Getreide aus den Mägen von Nagern und Rehwild). Das war noch gesünder als die gekochten Küchenabfälle der Menschen. Rohfutter stärkt das Immunsystem, macht widerstandsfähig – und teurer als ein Premiumfutter ist es auch nicht.

In unserem Freundeskreis wurden viele gute Erfahrungen mit Roh-Ernährung gemacht – das Natürlichste, was es für einen Hund gibt.

Wer seinen Hund so gesund wie möglich ernähren will (auch bei der Aufzucht der Welpen!), verzichtet auf das bequeme Fertigfutter, erst recht auf hoch vitaminisierte „Premiumkost“ und sojahaltiges Futter pfeil verweis. Selbst schwere Erkrankungen wie Arthrose konnten mit Rohfutter erheblich gebessert werden.

Die wichtigsten Pluspunkte der Rohfütterung sind:

-    organisch gebundene Mineralien

(besser verwertbar als durch Erhitzung anorganisch gewordene Mineralien)

-    natürliche Vitamine

(sie sind den synthetischen überlegen)

der Hund ist nicht den hohen Dosen von Vit. A und D3 im Fertigfutter ausgesetzt, die zu Knochenschäden führen können (lt. „Der Jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin“ pfeil verweis, Richtwerte: max. 5000 IE Vit. A, 1000 IE Vit. D3)

-    kein Soja

(hormonähnliche Wirkung, Soja kann lt. „Der Jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin“ ebenfalls zu Knochenschäden führen)

-    kein Getreide

(Getreide ist unnatürliche Kost für Hundeartige, ungesund bei Krebserkrankungen)

-    man weiß, was in den Napf kommt (kein Fleisch-Ersatz aus Soja, keine Abfallprodukte wie womöglich Plastikverpackungen von altem Supermarktfleisch, Kadaver aus der Tierarztpraxis mitsamt Medikamentenresten/Einschläferungsmittel und Flohhalsband usw. – verboten natürlich, aber einige „leckere Sachen“ sollen gefunden worden sein).

 

 

Lebendige Zellen brauchen lebendige Nahrung.

Helmut Wandmaker

aus: „Willst du gesund sein? Vergiss den Kochtopf!“

 

 

Gekochte Kost ist tot, zerstört.

Der „Funke des Lebens“ wurde von der Wissenschaft bereits entdeckt. Lebendige Zellen - unzerkocht, nicht verwest oder anderweitig zerstört - senden ein ultraschwaches Leuchten aus: Biophotonen-Emission. Sie leuchten um so stärker, je artgerechter die Tiere gehalten werden, die die Nahrung liefern (Biofleisch, Eier aus Freilandhaltung usw.), und je frischer die Produkte sind. Die Biophotonik geht davon aus, dass gespeichertes Licht die eigentliche Nahrung darstellt. Das Licht aus den Zellen der Nahrung steuert das Zusammenwirken der Hormone, Enzyme und einer Vielzahl anderer chemischer Substanzen. Vermutlich werden noch sehr viel mehr Abläufe im Körper dadurch koordiniert.

Als Hundenahrung geeignet ist Fleisch und Fisch aller Art außer Schwein, da Schweinefleisch das tödliche Aujeszky-Virus enthalten kann (also bitte dem Hund auch kein Mett, keinen Schinken, keinen Parmaschinkenknochen geben!).

Vorsicht bei minderwertigem Fleisch (vor allem Geflügel) aus der Tiefkühltruhe: Wir hören immer wieder von Durchfall. Hühnerflügel usw. am besten beim Schlachter kaufen. Putenfleisch soll in der Regel stark mit Antibiotika belastet sein.

Mit Salmonellen können gesunde Hunde normalerweise gut zurechtkommen. Diese Bakterien kommen vor allem in Geflügel, rohen Eiern, Fisch und Hackfleisch vor. Uns sind ein paar Fälle zu Ohren gekommen, bei denen Hunde mit blutigem, schleimigem Durchfall und hohem Fieber auf eine Geflügelmahlzeit reagierten. Es ist nicht geklärt, ob tatsächlich das Geflügel der Auslöser war oder eine Virusinfektion. Vorsicht ist auf jeden Fall geboten, auch wenn es bisher jahrelang keine Probleme gab. Vielleicht merkt man dem Hund nicht immer an, ob er völlig gesund ist und mit den Salmonellen fertig wird. Besonders wer einen empfindlichen Hund hat, sollte auf die o. gen. Nahrung verzichten oder das Fleisch abkochen. Im Notfall zum Tierarzt!

Ein Landschlachter, der noch selbst schlachtet, kann auch preiswertes Fleisch wie Kopffleisch und Schlund zur Verfügung stellen. Supermärkte können das nicht, da solches Fleisch lt. Gesetz nicht transportiert werden darf.

Ab und zu soll der Hund einen rohen, fleischigen Knochen bekommen (keine Schweineknochen!), damit das Calcium/Phosphor-Verhältnis stimmt (ersatzweise zermahlene Schale von rohen Eiern). Keine erhitzten Knochen, sie splittern leichter und sind weniger wertvoll.

Fleisch und Knochen am besten 3 Tage einfrieren, damit möglicherweise vorhandene Parasiten abgetötet werden (bei gesicherter durchgehender Kühlkette nicht unbedingt erforderlich – mit Kühlbox/Akkus das Fleisch abholen). Einfrieren tötet auch Krankheitserreger ab, z. B. Toxoplasmose. Geflügel und Fisch immer langsam auftauen lassen, im Kühlschrank – das Auftauwasser immer mit verwenden (auch bei Geflügel!), weil es wichtige Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente enthält -, zimmerwarm füttern.

Dazu gibt es Kräuter und Gemüse, auch roh, im Standmixer mit etwas Wasser püriert oder wenigstens sehr fein geraspelt.

Man nimmt ca. 80 % Fleisch und 20 % pflanzliche Kost.

Weitere Infos auf unserer speziellen Ernährung-Webseite sowie  bei „Drei Hunde Nacht“ und bei Tiernatur.

 

Alternative

Wer trotzdem nicht auf Trockenfutter verzichten möchte oder kann: Die Firma Marengo sichert zu, dass Abfallprodukte in ihrem Futter nicht enthalten sind und dass es sich um tierversuchsfreie Hundekost handelt. Marengo-Trockenfutter entspricht außerdem den Vorgaben des Buches „Der Jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin“ (Gehalt an Vitamin A und D3, kein Soja).

Aber es ist totgekochte Nahrung! Man sollte immer Frischkost zufüttern.

 

… mehr, Futterplan

 

 

 

Was ein Beardie mag

Die Besitzerin eines „halbstarken“ Beardies schrieb:

Gestern habe ich ganz auf die Schnelle ein Schokoladenbrot auf dem Blech gebacken. Ich hab das Blech zum Auskühlen ganz nach hinten geschoben, aber irgendwie hat er das ganz geschickt nach vorne gezogen und das Ganze natürlich ganz leise, denn ich war ja nur um die Ecke. Auf jeden Fall war noch, bevor der Kuchen kalt war, genau in der Mitte ein Krater  herausgefressen. Rundherum lag kein einziges Brösel.

Ein andermal:

Gestern fehlte wieder mal ein ca. 10 cm!!! breites Stück Rum-Stollen. Ich hab erst die Kinder geschimpft, denn den Stollen hatte sich mein Mann zum Tee aufgehoben. Aber als dann unter dem Tisch ein heftiger Schluckauf zu hören war, war uns eigentlich alles klar. Außerdem konnte ich ihm aus dem Bart noch zwei Rosinen pflücken. Ich hab heute auf einen großen Durchfall gewartet, aber es hielt sich in Grenzen.

Er scheint mittlerweile begriffen zu haben, dass es auf keinen Fall scheppern darf. Sobald es scheppert, hat man kaum noch Zeit, alles aufzufressen, weil das ganze Haus zusammenrennt. Er zieht den Teller mit den Pfoten bis zum Rand und dann kann "Hund" in Ruhe fressen. Leider reicht er jetzt mit den Pfoten bis zum Ende der Arbeitsplatte und so habe ich zwangsläufig immer eine picobello aufgeräumte Küche, denn das Klauen lässt er einfach nicht.

 

Wie war das noch mit der gesunden Ernährung???

 

Man fand ein altes „Hausmittel“: Zitrone!

Ich glaub, das war das Wundermittel schlechthin. Jedes Mal, wenn ich die Küche verlasse, liegt eine angeschnittene Zitrone auf der Arbeitsplatte. Unser kleiner Dieb verzieht jetzt schon angewidert das Gesicht und verzichtet aufs Springen, wenn er das gelbe Ding liegen sieht.

 

Wer sagt’s denn!

 

 

Nachtrag

Als ein Fernsehteam die BARF-Zutaten überprüfte, die eine überzeugte Hundehalterin seit Jahren verfütterte, fand sich eine erhebliche Keimbelastung, und eine Expertin sagte, dass Nährstoffe fehlten. Der gezeigte Hund machte dennoch einen sehr guten Eindruck.

 

Quelle:

Die Tricks mit Hund und Katze (NDR, 19.10.2015)

 

 

Door Topper

Ein Hingucker aus Amerika:

liegender Beardie aus Holz, der es sich auf dem Türrahmen gemütlich macht. Leicht nachzubasteln.

 

door topper

 

 

 

Sanfte Therapie bei Myasthenia gravis?

 

Diese Krankheit, bei der die Reizübertragung zwischen Nerven und Muskeln gestört ist, trat in jüngster Zeit mehrfach bei Bearded Collies auf (Bericht einer betroffenen Besitzerin in der „Beardie Revue“ vom Dezember 2002).

Bei den Symptomen denkt kaum jemand an diese bisher seltene Erkrankung: Gleichgewichtsstörungen, Muskelschwäche (die Hunde fallen bei Belastung um, z. B. beim Spielen), Erbrechen, Sehstörungen, Schluck- und Atembeschwerden. Sichere Diagnose durch eine Blutuntersuchung.

Möglicherweise bringt das Schüßler-Salz Nr. 5 Linderung: Kalium phosphoricum D6 (preiswert in der Apotheke). Dieses biochemische Salz hilft bei der Impulsübertragung von Nervenreizen und regt die Muskeltätigkeit an.

Dosierung bitte möglichst mit einem Heilpraktiker für Tiere absprechen oder mit 1 Tablette pro Tag beginnen (am besten in die Backentasche geschoben, wo sie sich langsam auflösen kann). Überdosierung ist bei diesem homöopathischen Mittel ausgeschlossen. Empfindliche Hunde können auf die Milchzuckertablette mit weichem Kot reagieren.

Ebenfalls wichtig zur Reizübertragung von Nerven zum Muskel und zur Steuerung der Motorik: Dopamin, enthalten z. B. in Käse und Nudeln.

 

 

Futter verändert die Fellfarbe

 

Schon immer sagte man: „Das kommt vom Futter!“, wenn schwarze oder braune Hunde ein rötliches Fell bekamen. Man tippte auf die enthaltenen Farbstoffe. Künstlich rot gefärbtes Futter ist inzwischen fast völlig passé – und trotzdem tritt die Rotfärbung des Fells noch auf.

Französische Forscher gaben nun schwarzen Labrador- und Neufundländerwelpen eine Kost, die sehr wenig Tyrosin und Phenylalanin enthielt. Nach 5 Monaten waren die Hunde nicht mehr schwarz, sondern rötlich braun. Die Verfärbung ließ sich mit vollwertigem Futter rückgängig machen.

An der Universität Davis/Kalifornien wurde ein ähnlicher Versuch mit schwarzen Kätzchen durchgeführt.

Quelle: Gong Newsletter vom 28.1.04

 

Was steckt dahinter?

Eigentlich ist dieses Forschungsergebnis keine Sensation. Man weiß, dass zum Aufbau von schwarzem und braunem Pigment (Eumelanin) die Aminosäure Phenylalanin gebraucht wird. Der Hund wandelt es in der Leber in Tyrosin um. Fehlt dieser Stoff, verliert schwarzes und braunes Haar die Farbe und wird erst rötlich, später farblos, also weiß – übrigens auch bei dunkelhaarigen Zweibeinern. Das Hellerwerden der Beardies – im jugendlichen Alter wie auch als Rasse insgesamt – ist auf einen Pigmentmangel zurückzuführen.

Wozu braucht der Körper sonst noch Phenylalanin bzw. Tyrosin?

Viele Lebensmittel enthalten Phenylalanin, z. B. Fleisch, Milch, Milchprodukte. Das daraus in der Leber umgewandelte Tyrosin – auch enthalten in eiweißreichen Nahrungsmitteln – wird zur Bildung von Hormonen (Nebennierenhormon Adrenalin, Schilddrüsenhormone) und Neurotransmittern (Serotonin, Dopamin) gebraucht.

- Adrenalin und Schilddrüsenhormone regeln die Stressanfälligkeit.

- Dopamin gibt die Befehle des Nervensystems an die Muskulatur weiter, weckt Motivation und geistige Aktivität.

- Serotonin macht gute Laune.

Wenn der Körper nicht in der Lage ist, Phenylalanin in Tyrosin umzuwandeln, kommt es zu einer Vergiftung, der erblichen Phenylketonurie (PKU), die in der Jugend zu einer Hirnschädigung führt.

 

Interessant für Beardie-Züchter

ist die Tatsache, dass Tyrosin Einfluss auf Nebennieren (Adrenalin: Stress) und Schilddrüse (Übererregbarkeit) hat. Dies sind bekannte Schwachpunkte der Rasse.

Ein weiterer Hinweis also, dass bei den oft farbschwachen modernen Beardies gesundheitliche Probleme mit dem Fell zusammenhängen können.

Züchter sollten demnach auch ein Augenmerk auf die Leber haben, in der die Umwandlung von Phenylalanin in Tyrosin stattfindet.

 

 

Anti-Floh-Tipp

Einem Rundbrief aus Amerika entnahmen wir den Hinweis, dass man Flöhe mit einem Zusatz des Spülmittels „Dawn“ zum Hundeshampoo wirksam zu Leibe rücken kann. Bei uns wird dieses Produkt unter dem Namen „Fairy“ verkauft.

Ein Züchter sagte daraufhin, es funktioniere mit jedem billigen Spülmittel.

Obwohl ein Spülmittel sicher weitaus weniger schädlich für den Hund ist als die üblichen „Chemiebomben“, ist doch Vorsicht angebracht: Spülmittel sind heutzutage stark fettlösend und können die Hundehaut angreifen. Um den Säureschutzmantel der Haut wieder aufzubauen, empfehlen wir nach dem Hundebad eine Fellbehandlung mit einer Mischung aus Apfelessig und Speiseöl, gut miteinander verschlagen (aus: „Hundezucht naturgemäß“, Sieber/Aldington). Nebeneffekt: Das Fell glänzt schön.

 

 

Zuspruch von der GEH

 

Nachdem bereits andere Hunderassen – Spitze, Hütehunde, Pinscher -  auf die Rote Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) gesetzt wurden, haben wir diese Gesellschaft über die züchterischen Probleme des Bearded Collies informiert.

In der Antwort heißt es, man habe bisher nicht gewusst, dass auch der Bearded Collie züchterisch so verdorben ist. Ähnliche Bestrebungen laufen für den Wolfsspitz (lt. FCI dieselbe Rasse wie Keeshond): Die wenigen Resthunde Wolfsspitz sollen erhalten werden, die moderne Variante Keeshond sei – wie der Beardie – plüschiger, weichhaariger, kleiner und nicht mehr für seine ursprüngliche Aufgabe geeignet.

Eine interessante Übereinstimmung in der Modezucht!

Es sei jedoch äußerst schwierig, so heißt es weiter, für den Wolfsspitz etwas zu unternehmen, da es die Rasse offiziell noch in großer Zahl gibt und die Züchter natürlich mit den Tieren züchten wollten, die die besten Preise holen. Dasselbe trifft auf den Beardie zu, wie uns ja hinlänglich bekannt ist. Man wolle probieren, einen Wolfsspitz alten Typs oder ursprünglichen Typs zu etablieren. Ähnliches sei für den Bearded Collie möglich.

Außerdem müsse man erst einmal prüfen, wie viele Hunde des alten Typs es im Ursprungsland noch gibt.

Erschwerend käme für den Beardie hinzu, dass es sich nicht um eine einheimische Rasse handelt.

Der Bearded Collie soll nun der Kommission vorgestellt werden. Es bestehe jedoch wenig Hoffnung. Letztes Jahr sei auch der sehr seltene Otterhound abgelehnt worden.

 

Wir freuen uns über diesen Zuspruch aus kompetenter Sicht.

Ein Schritt in die richtige Richtung.

 

Juni 2004

 

 

Beardie-Kalender geplant

 

Die bekannte Malerin Gabriele Laubinger plant seit längerem, einen Kalender mit Beardie-Motiven zu erstellen. Damit endlich etwas daraus wird, bitten wir Beardie-Liebhaber um Beteiligung, die ihrem Hund auf einem Kalender ein Denkmal setzen möchten.

So sehen Kohlezeichnungen von Frau Laubinger aus:

 

Mike  Merlin und Mitch

 

 

Auf Ausstellungen bekommt man Beardie-Postkarten – auch andere Motive – an ihrem Stand.

 

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Die Zeichnerin teilt mit, dass aus dem Kalender vorerst nichts wird. Abgesehen davon, dass sie immer noch nicht genügend Motive für den Kalender hat, ist ihr das finanzielle Risiko (Vorleistung an die Druckerei) im Moment zu groß. Vielleicht kann sich der CfBrH oder eine Züchtergemeinschaft beteiligen?

 

28.5.2005

 

 

Urnen aus Holz

Aus USA erreicht uns der Hinweis, dass es Urnen aus Holz gibt, die so hübsch aussehen, dass man sie wie ein schmuckes Andenken in den Schrank stellen kann. Das Lieblingsfoto des verstorbenen Tieres wird mit Laser auf das Holz übertragen.

Wir meinen: eine gute Alternative zu Tierkörperbeseitigungsanstalt und Hundefriedhof, wenn man keinen eigenen Garten hat, in dem man sein Haustier begraben kann (in Deutschland erlaubt: mit mindestens 50 cm Erdschicht, nicht in Wasserschutzgebieten und an öffentlichen Wegen und Plätzen).

Über Möglichkeiten der Einäscherung sollte der Tierarzt Bescheid wissen. Mehr per Suchmaschine, Stichwort „Tierkrematorium“.

 

 

 „Alter Typ“ als Vorbild in einem neuen Hunde-Lexikon

In dem Buch „Ulmers Großes Lexikon der Hunderassen“ wird ein Foto unseres Logo-Hundes Mitch gezeigt, wie bereits in „Der Große Hunde Kompass“.

Der Text lehnt sich an die Beardie-Bücher von Liesel Baumgart an. Unter „Besonderheiten“ heißt es: „Leider wurden in der Vergangenheit viele Beardies mit überlangem Fell auf Kosten der Wesensfestigkeit gezüchtet. Ein wesensfester Typ mit dem ursprünglichen harschen, nicht zu langen Fell ist anzustreben.“

Wir freuen uns über diese Zustimmung und danken der Autorin und dem Verlag.

 

Juli 2004

 

 

Das Rudelprinzip – ein alter Zopf?

Die Wolfsforscher Lorna und Ray Coppinger stellen die These auf, dass es in der Beziehung zwischen Mensch und Hund keine Rangordnung gibt. Begründung: Der Hund hat sich nicht direkt aus dem Wolf entwickelt. Zur Domestizierung können keine Wölfe gezähmt worden sein. Die Autoren führen dafür schlüssige Fakten an, z. B. dass man keinem Wolf Gehorsam beibringen kann. Es muss stattdessen ein Zwischenstadium gegeben haben: die Dorfhunde, wie man sie heute noch bei Naturvölkern findet. Diese Hunde kennen keine Alphatiere und keine Rangordnung, jeder sorgt für sich selbst.

Die Erziehung nach dem Rudelprinzip sei somit hinfällig.

Dass an dem alten Rudelprinzip einiges nicht stimmen konnte, ist wohl jedem Hundebesitzer früher oder später klar geworden. Kein Hund fühlt sich als Chef, nur weil er zuerst durch Türen geht oder beim Spaziergang an der Leine zieht.

Wolfsforscher haben mit falschen Fakten, die lange Zeit als Maßstab für die Hundeerziehung galten, inzwischen aufgeräumt (z. B. G. Bloch in „Der Familienbegleithund im modernen Hausstand“ und „Timberwolf Yukon & Co.“), z. B.

„Alpha geht immer voran“

„Alpha frisst immer zuerst“

„Alpha bewacht das Rudel“

„Alpha gewinnt immer das Spiel“

„Alpha bestraft Rangniedrige, die sich vom Rudel entfernen“

„Alpha schüttelt Randniedrige per Nackenbiss“ usw.,

Ob das alles nun der Weisheit letzter Schluss ist, bleibt abzuwarten.

-    Bei einem Forschungsprojekt in Italien (Bloch) wurden bei wild lebenden Hunden Rudelgemeinschaften gefunden.

-    Der amerikanische „Hundeflüsterer“ Cesar Millan hat mit seiner Rudelchef-Methode großen Erfolg. Dieses Wissen hat er sich durch Beobachtung frei lebender Hunde in Mexiko erarbeitet. Ihm kommt es auf eine starke Führungspersönlichkeit an: Disziplin und Korrektur statt Strafe, psychische Unterordnung. Mit Charisma beherrscht er mühelos sein Rudel aus über 40 Hunden, die unerwünschtes Verhalten zeigten, bevor sie in sein Trainingscenter kamen. Alle diese Hunde respektieren ihn als Chef und tragen die Rute entspannt, weder aufgeregt hoch noch ängstlich traumatisiert zwischen die Hinterbeine geklemmt. Sein ruhiges, bestimmtes Auftreten nennt er „gute Energie“ – eine Ausstrahlung, wie sie auch Alpha-Wolfspaar gezeigt wird: Mit Konsequenz werden Grenzen gesetzt. Cesar Millan benutzt einen kurzen imitierten Biss mit der Hand, um unerwünschtes Verhalten zu unterbrechen.

Das Wichtigste, was man von ihm lernen kann:

   Ein Chef, der respektiert werden will, regt sich niemals auf (Aufregung = schlechte Energie).

   Erziehung braucht nicht viele Worte.

 

Es ist im Grunde egal, ob Hunde ihre Menschen als „Alpha-Tier“ zu ihrem Rudel zählen oder ob sie in ihnen Ersatzeltern sehen, die einfach durchgreifen, wenn es nötig ist.

 

·   Woran soll sich also der Hundehalter orientieren, wenn nicht am Rudelprinzip?

An Konsequenz und Respekt. Der Hund soll als Familienmitglied seine Menschen genauso respektieren, wie man es bei Kindern in der Erziehung anstrebt.

Bisher stellte man Rangzuweisungsprogramme auf, um aufsässiger Hunde Herr zu werden. Sie sind nach wie vor in Ordnung – nur sollte man sie vielleicht nicht mehr so nennen. Mit konsequenten Maßnahmen kann der Mensch dem Hund zeigen, dass man die eigenen Wünsche durchzusetzen versteht: „Ich gehe jetzt zuerst durch die Tür!“, „Runter vom Sessel, da möchte ich jetzt sitzen.“ Worte braucht ein guter Chef dabei nicht, ein Blick oder ein Fingerzeig sollte genügen. Je ruhiger und bestimmter die Ausstrahlung des Menschen, desto unterordnungsbereiter der Hund. Aufregung und Geschrei deuten Hunde als Schwäche.

Wenn der Hund solche Dinge respektiert, kann man ihm getrost wieder mehr Freiheiten lassen und muss ihm auch den Vortritt an der Tür nicht mehr verwehren.

 

·   Und woran soll sich der Hund halten?

An feste Regeln, die seinem Alltag ein Gerüst geben und Vertrauen schaffen. Feste Uhrzeiten für Futter und Spaziergänge gehören ebenso dazu wie kleine Rituale.

 

Es ist viel schöner, ein partnerschaftliches Verhältnis zum Hund zu haben als eine Herr/Untertan-Beziehung.

Haben wir das nicht eigentlich alle schon immer gewusst?

Mehr auf unserer Erziehungsseite sowie in den Büchern

„Willkommen Hundebaby“ und

„Angelo – Ein Hunde-Engel auf Erden“

 

Quelle: „Hunde“ von Lorna und Ray Coppinger

Eine kurze Zusammenfassung gibt das Büchlein „Dominanz – Tatsache oder fixe Idee?“ von Barry Eaton

beide erschienen im Verlag animalLearn

 

 

Beardie-Rettung: per Tierkommunikation nach Hause

Von der Yahoo BeardieList wird uns aus Amerika gemeldet:

Ein Beardie namens Casey wurde vom Bearded Collie Club of America (BCCA) innerhalb einer Rettungsaktion von einem Massenzücher weggeholt. Er hatte gerade angefangen, Vertrauen zu seinem neuen Besitzer zu fassen und Spaziergänge zu mögen, als er abhanden kam. Die Tierkommunikatorin Charlene Boyd konnte helfen, beide wieder glücklich zu vereinen. Sie hatte telepathisch mit Casey Kontakt aufgenommen und eine Beschreibung erhalten, wo der Hund zu finden war.

Charlene Boyd besitzt selbst Beardies.

Tierkommunikatoren gibt es auch in Deutschland.

 

 

Offenes Zuchtbuch in GB?

In Großbritannien überlegt der Kennel Club, u. a. für Bearded Collies das Zuchtbuch wieder zu öffnen.

Hunde, die dem Standard entsprechen, sollen dann unter besonderer Kennzeichnung Eingang ins Zuchtbuch finden können. So würde den Züchtern, die bislang vergeblich nach dem typischen, ursprünglichen Beardie für ihre Zucht gesucht haben, Gelegenheit gegeben, weiterhin im Kennel Club zu züchten, statt – wie es Lynne Sharpe/Brambledale bereits in einer bewundernswerten Vorreiterrolle tut – Beardies ohne Papiere zu verkaufen. Man könnte z. B. auf Arbeitshunde zurückgreifen, die noch auf Farmen leben. Die Besitzer solcher Hunde sahen bisher keinen Sinn darin, sie registrieren zu lassen; denn bei der Arbeit geht es um Qualität, nicht so sehr um Aussehen und Schönheit.

Der Kennel Club möchte auf diese Weise den Genpool erweitern. Damit entspricht er dem Wunsch führender Genetiker, z. B. H. Wachtel, der in der Öffnung der Zuchtbücher das Überleben von Rassehunden sieht.

Wir meinen: Ein Lichtblick – und mittlerweile die einzige Chance, die die Bearded Collies als Rasse noch haben. Auf diese Weise könnte eine gute Nachzucht auch wieder nach Deutschland gelangen. Es sollte allerdings darauf geachtet werden, nicht mit Merle-Hunden zu züchten.

 

Quelle:

Beardie Revue Nr. 33 vom März 2005

 

 

Junghund aus Arbeitsbeardie-Verpaarung

nach Deutschland importiert

 

Ein junger britischer Beardie mit Eltern vom alten Typ - aus einer Verpaarung mit einem Arbeitsbeardie „ohne Papiere“ - wurde von Dr. Lynne Sharpe/Brambledale nach Deutschland verkauft. Die Besitzer beschreiben sie als „clever, selbstsicher, unerschrocken und äußerst liebenswert“.

Man darf gespannt sein, wie sie sich entwickelt.

 

brambledale Black Enya - Gr

Brambledale Black Enya

 

In der „Beardie Revue“ Nr. 35 (Sept. 2005) befindet sich ein hervorragender Artikel von Dr. Sharpe: „Offenes Register für Bearded Collies in Großbritannien“, der auf die Missstände der Beardie-Zucht hinweist. Zitat: „Tut es mir Leid, dass ich das Arbeitsbeardie-Blut in meine Brambledales eingebracht habe? JA – ich wünschte, ich hätte es vor vielen Jahren getan!“

26.9. 2005

 

Enya’s Besitzerin hat mit der Zucht von Beardies des alten Typs begonnen. Der erste Wurf ist da.

 

19.5.2008

 

 

Artikel von Dr. Lynne Sharpe: Der „korrekte“ Bearded Collie?

 

Wieder einmal sorgt Mrs. Sharpe für einen Lichtblick. Ihr Artikel in der „Beardie Revue“ vom Dezember 2005 spricht uns aus der Seele. Sie geht auf die Entwicklung der Rasse ein und betont, dass es der Wunsch der Rassebegründerin Mrs. Willison war, nie wieder ohne einen Hund wie Jeannie (die Stamm-Mutter aller heute lebenden Beardies) zu sein, deren Intelligenz, Charakter und die Fähigkeit, etwas zu verstehen, so beeindruckend war. Wie wir auch aus Mrs. Willisons Beardie-Büchlein wissen, habe sie schon in den 1960ern erkannt, „dass die wachsende Popularität eine neue Gruppe von Begeisterten auf den Plan rief, diejenigen, die mehr am Glamour des Showrings interessiert waren als am einmaligen Charakter des Working Beardie.“

Mrs. Sharpe zitiert Mrs. Willison aus einem Artikel von 1968 (!), dass es ein großer Fehler wäre zu versuchen, die Rasse „zu verbessern“, indem man Hunde mit mehr Fell züchte, und weiter:

„Lasst uns den Bearded Collie erhalten, wie er ist – ein intelligenter, liebenswerter Gefährte, der notfalls in der Lage ist, mit Schafen und Rindern zu arbeiten.“

Der Artikel wird mit vielen alten Fotos bereichert – Beardies, wie Mrs. Willison sie zur standardgerechten Perfektion brachte und wie sie lt. Rassestandard auch heute noch sein sollten.

Die aktuelle Ausgabe der „Beardie Revue“ kann man bei der Herausgeberin Eva-Maria Krämer bestellen. (Nachtrag: Die Zeitschrift wurde inzwischen eingestellt.)

 

Wir erhielten inzwischen die Nachricht, dass ein Wurfbruder von Brambledale Black Enya in Frankreich lebt. Fotos

Enya ist im Alter von 13 Jahren verstorben.

 

20.12.2005

 

 

Ein Geschenk an die Erde: EM (Effektive Mikroorganismen)

 

Der japanische Wissenschaftler Prof. Teruo Higa entwickelte „Effektive Mikroorganismen“ (EM). Sie waren ursprünglich als Düngemittel gedacht und sind offiziell als Bodenhilfsstoff im Handel. Inzwischen werden sie als Heilmittel für die Welt angesehen, von der Reinigung von Flüssen und Seen bis hin zur Gesundheit von Mensch und Tier (Prinzip: Darmbakterien/Schwingung in den Körperzellen - vergleichbar mit den Bach-Blüten, die ebenfalls auf Studien der Darmbakterien beruhen).

Prof. Higa stellte fest:

Es gibt gute und schlechte Mikroorganismen und außerdem eine breite Masse, die sich immer der Mehrheit anschließt.

Man lächelt unwillkürlich, denn dies deckt sich mit dem Verhalten der Menschen: Die breite Masse läuft denjenigen nach, die gerade die Mehrheit bilden – in der Politik, in der Hundezucht ...

Der Entdecker der EM will sich nicht bereichern. Er stellt sein Wissen zur Verfügung und macht kein Geheimnis daraus, wie jeder Anwender den Grundstoff vermehren kann. Er wünscht sich, dass möglichst viele der guten Organismen auf der Erde verbreitet werden, damit unser Planet gesunden kann, z. B. damit die Probleme mit Ernährung, Umweltverschmutzung und Abfall gelöst werden.

Prof. Higa hat die Vision, dass die Welt durch EM heil werden kann.

Er betrachtet seine Entdeckung als „Revolution zur Rettung der Erde“. Ein Patent hat er nicht angemeldet, so dass seine Entwicklung jedem Anwender preisgünstig zur Verfügung steht.

 

* * *

 

Anwendungsbeispiele für Effektive Mikroorganismen

 

für die Gesundheit, auch in der Tierheilkunde:

·         steigert die Vitalität

·         stärkt das Immunsystem

·         entgiftet den Körper

·         baut eine gesunde Darmflora auf

·         hilft bei Infektionen

·         neutralisiert Freie Radikale

·         stillt Blutungen

·         reinigt Wunden

·         stoppt Entzündungen

·         fördert die Wundheilung

·         fördert die Verdauung

·         aktiviert den Stoffwechsel

·         wirkt gegen Übersäuerung

·         verbessert die Haut, z. B. bei Schuppen, Liegeschwielen

·         lindert Juckreiz

·         befreit von Pilzerkrankungen

·         hilft bei Allergien

·         hilft bei Diabetes, Parkinson, Alzheimer, Krebs, Aids, Herz- und Lebererkrankungen

·         fördert schönes, glänzendes, gesundes, dichtes Haar/Fell

·         fördert die Mund- und Maulhygiene (hilft bei Zahnstein, macht Zähne weißer, pflegt das Zahnfleisch)

·         EM als Keramik bei Zahnfüllungen

 

für die Seele:

·         macht ausgeglichen

 

für die Umwelt:

·         statt herkömmlicher Putzmittel als Haushaltsreiniger und zum Fensterputzen (das Putzwasser kann als Dünger auf die Gartenbeete gegossen werden – in die Kanalisation gegossen, unterstützt es die Reinigung von Brauchwasser in den Kläranlagen)

·         Abflussreiniger

·         Kalkentferner

·         Fettlöser

·         Reiniger fürs Auto

·         Contactlinsenreiniger (stark verdünnt)

·         Toiletten- und Abflussreiniger

·         Reiniger für Klärgruben

·         reinigt die Luft, auch von Strahlung (verdünnt als Raumspray)

·         Düngemittel für Zimmer- und Gartenpflanzen

·         lässt Obst gleichmäßig groß wachsen

·         macht Pflanzen resistent gegen Schädlinge

·         bekämpft Schimmel

·         neutralisiert Gerüche, auch in Campingtoiletten

·         verbessert das Trinkwasser, auf Wasser übertragene schlechte Informationen werden gelöscht (Schwingungen, vgl. Emoto-Wasser)

·         verhindert und löst Rost

·         Bauhilfsstoff

 

„Prof. Higa rechnet in seinen Büchern wieder und wieder vor, wie viel Geld in den unterschiedlichsten Bereichen gespart wurde, und vor allem, wie viel Geld gespart werden könnte. Dieses Geld könnte dann für wichtige Bereiche ausgegeben werden, wo traditionell gespart wird: Sozialwesen, Bildung, Naturschutz, Kunst und Kultur. Die große Frage ist nur, inwieweit sich unsere technikgläubige Gesellschaft auf solche einfachen Technologien einlässt.“

 

aus: „EM – Phantastische Erfolge mit Effektiven Mikroorganismen in Haus und Garten, für Pflanzenwachstum und Gesundheit“ von Franz-Peter Mau

 

Dosierung zum Einnehmen:

Anwender empfehlen, mit EM-1 tropfenweise zu beginnen

(es kann zu Darmreaktionen kommen)

und dann auf 1 TL pro Tag - für Mensch und Hund - zu steigern.

Anmerkung: offiziell immer noch als „Bodenhilfsstoff“ im Handel, auf der Flasche steht: „nicht einnehmen“.

 

EM-Keramikröllchen: 6 Stück pro Liter Wasser, zur Verbesserung des Trinkwassers

 

für Einsteiger: Fragen und Antworten im EM-Forum

 

Bezugsquelle: Fa. Emiko

 

27.12.2005

 

 

Junger Beardie im Fernsehen

 

Das ZDF-Mittagsmagazin begleitet den Bearded Collie Harry durch das erste Lebensjahr.

Eine sehenswerte Serie, die Höhen und Tiefen im Umgang mit einem jungen Hund aufzeigt. Manch ein Beardie-Besitzer wird lächeln, denn so ähnlich hat jeder einmal angefangen ...

Wir legen die Serie allen ans Herz, die sich mit dem Gedanken tragen, einen Beardie-Welpen zu kaufen. Sicher wird es viele Zuschauer geben, die beim Anblick von Harry sagen: „So einen möchte ich auch!“ Wir bitten darum, erst einmal abzuwarten, zu welch einem pflegeintensiven Hund Harry sich bis zum Ende der Serie – wenn er 1 Jahr alt ist - entwickeln wird. Als Welpen und Junghunde sind alle Beardies zum Knuddeln, das „dicke Ende“ mit intensiver Pflege kommt bei modernen Beardies nach.

Harry lebt bei Familie Schettgen aus dem rheinhessischen Partenheim. Den Züchter möchten wir nicht nennen, da Harry zum modernen Beardie-Typ gehört, für den wir nicht „Werbung“ machen wollen.

 

Wir wünschen Familie Schettgen viel Freude mit Harry – und vor allem, dass er nicht weitere Probleme der modernen Beardies mit sich bringt.

 

12.2.2006

 

 

Unser Logo-Beardie Mitch feiert seinen 14. Geburtstag

 

Wir freuen uns sehr, dass Mitch diesen Tag bei guter Gesundheit erleben darf. Er schläft nun viel, hört und sieht nicht mehr so gut, ist aber beim Spaziergang noch sehr fit (bei unserer 6-km-Runde trabt er locker mit) und will draußen in der Sonne sein, wann immer es geht.

 

mitch 14 Jahre

Mitch

(Monty von der Hummelwiese)

 

Wir würden gern erfahren, wie es Mitch’ Wurfgeschwistern geht:

Manolito, Marschall, Maverick, Mara und Marcy von der Hummelwiese.

 

10.4.2006

 

 

Working Bearded Collie Society: Informationsmaterial

 

Die WBCS hat es sich seit 1999 zur Aufgabe gemacht, den Beardie als Arbeitshund zu erhalten. Im Faltblatt heißt es, dass 310 Working Beardies (incl. Welpen) registriert worden seien – eine Zahl, die uns angenehm überrascht hat. Einige davon seien ins Ausland verkauft worden.

Beim Sekretariat, Janice Jackson, kann man Informationsmaterial anfordern: bess@jackson00.fsnet.co.uk Es enthält viele sehenswerte Bilder und eine Züchterliste (GB).

Mehr Infos: http://www.shepherdswithbeardies.com 

 

 

Oldie-Karre

 

Oldie-Karre:

„Rollstuhl“ für Hunde-Senioren

 

In der „Beardie Revue“ vom März 2007 fanden wir einen begeisterten Bericht über eine Hunde-Karre, die man wie einen Kinderwagen schiebt. Endlich kann der Oldie wieder mit, auch auf langen Wegen!

Das dort beschriebene Modell „Croozer“ sahen wir bei unserem Fahrradhändler, fanden es aber für unseren Beardie-Rüden zu klein.

Wir entdeckten ein Modell mit mehr Platz bei Fa. ALSA:

Fahrradanhänger „Dog Riders“

+ „Jogger Kit“ (3. Rad, Bügel zum Schieben)

+ wasserfestes Liegekissen.

Mehr darüber beim Hersteller Doggy Ride.

Als besonders angenehm empfinden wir es, dass der Hund auf der Rückseite einsteigen und nach vorn hin aussteigen kann. Das Dach der Karre lässt sich ebenso mit einem Reißverschluss öffnen wie die Vorder- und Rückseite als Ein- und Ausstieg (man braucht den Hund nicht in der Karre umzudrehen). Der Hund kann zur Sicherheit angegurtet werden, wenn man die „Frontscheibe“ (nach oben rollbares Netzgewebe) öffnet.

Die Karre lässt sich mit wenigen Handgriffen flach zusammenlegen und kann z. B. in einem Dachkoffer auf dem Auto gut transportiert werden, so dass der Hund auch im Urlaub auf längeren Wegen immer dabei sein kann.

Wir haben die kostspielige Anschaffung nicht bereut. Schon allein die Freude in den Augen des Oldies, als er zum ersten Mal wieder seine früher so geliebten Feldwege erreichen konnte, war diese Ausgabe wert - und die bestens verarbeitete Karre wird sicher in den nächsten Jahren noch ein paar Oldies mehr transportieren.

Passanten gucken teilweise recht erstaunt, sind aber größtenteils sehr freundlich und fragen manchmal mitfühlend: „Ist er krank – oder alt?“ Man muss aber auch mit dummen Sprüchen rechnen, z. B.: „Wer seinen Dackel liebt, der schiebt!“ Aus Liebe zum Hund stehen wir da drüber ...

(von Liesel Baumgart – August 2007)

 

Hundekarre

 

 

 

Deutschland ist tollwutfrei

 

Die dpa-Meldung lautet:

In Deutschland gibt es keine Tollwut mehr - das haben die Länder Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg am Donnerstag gemeinsam verkündet. Am 8. August wird der gefährdete Bezirk entsprechend den Kriterien der Internationalen Tierseuchenorganisation (OIE) aufgehoben. Füchse sind Hauptüberträger der Tollwut, die bei Mensch und Tier tödlich verlaufen kann.

Bundesweit wurde die Infektionskrankheit bei einem Fuchs zum letzten Mal am 3. Februar 2006 in Nackenheim bei Mainz amtlich festgestellt. Nur bei Fledermäusen komme in Deutschland vereinzelt noch Tollwut vor, erläuterte das Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems. Dabei handele es sich jedoch um einen anderen Erreger, daher erfülle Deutschland die OIE-Kriterien für Tollwutfreiheit. Das Fledermausvirus sei zwar eng verwandt mit dem Fuchsvirus und auch für Menschen ansteckend, das Übertragungsrisiko durch Fledermäuse sei aufgrund ihrer Nahrungsvorlieben jedoch deutlich geringer.

Im Grunde brauchen also Hunde nicht mehr gegen Tollwut geimpft zu werden, solange sie nicht ins Ausland mitgenommen werden. Die Sache hat aber einen Haken: Wird ein Hund mit tollwutähnlichen Symptomen auffällig, darf ein Tierarzt ihn nicht behandeln, er muss ihn töten.

 

8.8.08

 

Nachtrag

Tiermediziner empfehlen, Hunde gegen Tollwut zu impfen, obwohl Deutschland als tollwutfrei gilt: „Was aus dem Ausland eingeschleppt wird, kann niemand absehen!“ Bei Verdacht auf Tollwut darf ein Tier nicht behandelt werden, der Tierarzt muss es töten.

Bitte abwägen: Impfungen, besonders gegen Tollwut, werden mit der Autoimmunkrankheit AIHA in Verbindung gebracht, die bei Beardies einige Male aufgetreten ist.

 

6.6.19

 

 

Qualzucht: BBC boykottiert die Crufts 2009

Umbruch in der Zucht – ein Meilenstein?

 

Viele Hundehalter haben sich über die Ankündigung der Crufts gefreut, dass die Show erstmals online zu sehen ist. Diese „Großzügigkeit“ der Verantwortlichen hat allerdings einen sehr ernsten Hintergrund.

Auslöser war im September 2008 der erschütternde BBC-Dokumentarfilm „Pedigree Dogs Exposed“ („Rassehunde bloßgestellt“), der für eine breite Öffentlichkeit die Wahrheit über die Rassehundezucht ans Licht brachte. Der Film war online zu sehen: Teil 1 - Teil 2 - Teil 3 - Teil 4 - Teil 5 - Teil 6

Diese Filmbeiträge wurden mittlerweile von YouTube gesperrt (ab 18 J. für registrierte Zuschauer zugelassen), eine gekürzte Fassung ohne die schlimmsten Szenen gibt es noch für eine Weile. Man findet noch die englische Fassung.   Feinfühlige Menschen und Kinder sollten sich die grausamen Szenen nicht ansehen.

 

Interessant ist der Beardie-Blog  zu diesem Thema.

 

Schockierende Zustände der „Schönheitszucht“ bei diversen Hunderassen wurden bekannt. In einem Presseartikel wurde die Crufts-Show als „Die Olympiade der konstruierten Körperbehinderungen“ bezeichnet. Die Enthüllungen des Films seien „der größte Tierschutzskandal unserer Zeit“. Wer die Dokumentation gesehen hat, kann das nachvollziehen. Zum Beispiel kommen bei Rhodesian Ridgeback und Dalmatiner die erbkranken Hunde in die Zucht, die gesunden werden manches Mal gleich nach der Geburt getötet (nicht nur in GB), weil sie dem Schönheitsideal nicht entsprechen: kein Streifen auf dem Rücken bzw. Plattenbildung.

Man braucht der englischen Sprache nicht perfekt mächtig zu sein, um die Dokumentation zu verstehen. Die Bilder sprechen für sich.

Einige bemerkenswerte Zitate aus dem Film:

·   „Wir züchten sie zu Tode.“

·   „Es leuchtet jedem ein – außer den Züchtern.“

·   „Inzucht hat großen Einfluss auf das Immunsystem.“

·   „Verantwortlich sind 1. Engzucht, 2. Schönheitszucht.“

·   „Die Hunde haben Schmerzen. Wenn Sie einen Stock nehmen und einen Hund schlagen würden, um ihm solche Schmerzen zu bereiten wie bei dieser Krankheit, würden Sie strafrechtlich verfolgt. Es gibt nichts, das Sie stoppt, einen Hund zu züchten, der Schmerzen hat.“

·   über eine Dame, die sich für die Gesundheit des Cavalier King Charles Spaniels einsetzt: „Viele Leute haben eine große Abneigung gegen sie, weil sie angeblich nicht das Recht habe, sich einzumischen.“ (das kommt der Verfasserin dieser Website sehr bekannt vor) ... „Ich glaube, dass sie Berge versetzt hat. Ich ziehe meinen Hut vor ihr.“ (wir hören auch viele solcher Stimmen)

·   „Wenn man an die Öffentlichkeit gehen muss, um die Leute daran zu hindern, das zu tun, was sie tun, dann ist das mein Weg.“ (und unserer, seit vielen Jahren)

 

Der Film zeigt: Deutlich sichtbar kranke Hunde gewinnen die Show - sogar wenn den Verantwortlichen auf höchster Ebene das Untersuchungsergebnis bekannt ist.

In der Zeitschrift WUFF, Ausgabe 3-09, greift der Genetiker Dr. Hellmuth Wachtel diese Problematik auf. Er hat seit Jahren vor zu engen Verpaarungen gewarnt, z. B. in seinem Buch „Hundezucht 2000“ (wir haben auf unserer Website mehrfach auf Dr. Wachtel verwiesen). Der Anfang seines Artikels ist auf der Website von WUFF zu lesen. Die  Einführung möchten wir hier zitieren, weil der Text vermutlich nicht immer auf der genannten Website stehen wird:

 

Hundezucht:

Die größte Veränderung seit über hundert Jahren

Autor: Dr. Hellmuth Wachtel / Ausgabe: 2009-03

Die Ereignisse im Ursprungsland des modernen Rassehundewesens überschlagen sich. Die britische Öffentlichkeit ist schockiert über einen Dokumentarfilm zu den Qualzuchten bei heutigen Rassehunden, Ausstellungsrichter und Züchter werden europaweit immer häufiger als „Totengräber des Kulturerbes Rassehund“ bezeichnet, die BBC boykottiert die bisher traditionelle Berichterstattung über die größte Hundeausstellung der Welt und der britische Kennel Club verändert in einer „Hauruck-Aktion“ über 200 Rassestandards. Für den renommierten Wiener Genetiker und Kynologen Dr. Hellmuth Wachtel geht mit diesem Szenario eine erfolgreiche, aber zugleich unheilvolle Ära der Hundezucht zu Ende. Was wir derzeit erleben, sei der Niedergang des „Schauzucht-Systems in der Hundezucht“ in seiner bisherigen Form. Bedeutet dies auch eine Götterdämmerung des Rassehundewesens, oder ist es die Chance auf einen Neubeginn?

 

Dr. Wachtel spricht in seinem Artikel von einem „Wettbewerb der Zerrbilder“ mit „zunehmend kranken Hunden“. Er verdeutlicht dies anhand von Gegenüberstellungen historischer und aktueller Fotos verschiedener Rassen. Das kennen wir von den Beardies nur zu gut ... (alte Fotos findet man zum Beispiel unter dem Stichwort Bothkennar) – und es nützt den Züchtern gar nichts zu behaupten, den „alten Typ“ habe es nie gegeben; die Beweise liegen vor.

Unbequeme Wahrheiten lassen sich auf Dauer nicht totschweigen. Mit der Änderung der vielen Rassestandards, mit der Kampagne „Fit for Function: Fit For Life“  sowie mit einer Petition zur Unterstützung verantwortungs-bewusster Hundezucht („Accredited Breeder“ - wir berichteten unter Prämium-Züchter“) treten der Kennel Club und die Crufts die Flucht nach vorn an. Bleibt die Frage, ob die Empfehlungen (nicht einmal Vorschriften!) für Prämium-Züchter weit genug gehen. Für solche Beardie-Züchter wird z. B. lediglich eine Hüftuntersuchung empfohlen.

Die Entwicklung in Großbritannien dürfte ein Meilenstein in der Hundezucht sein – sofern sie sich durchsetzt.

Auch in Schweden tut sich etwas. Einigen Rassen wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt – dem Beardie lt. Liste leider nicht.

 

Bei der Verbreitung einer neuen Erkenntnis gibt es drei Phasen:
In der ersten wird sie totgeschwiegen,
in der zweiten bis aufs Messer bekämpft
und in der dritten für selbstverständlich genommen,

und jeder hat alles von Anfang an gewusst.

(Konrad Lorenz)

 

Wir sind mit den Beardies durch Phase 1 und 2 gegangen.

Nun kommen wir zu Phase 3.

Ob das Einlenken des Kennel Clubs auch Auswirkungen auf den Bearded Collie haben wird, muss sich noch zeigen. Der Beardie hat einen guten Rassestandard – doch was nützt ein guter Standard den Hunden, wenn sie nicht nach dem Standard gezüchtet und gerichtet werden?! Die schweren gesundheitlichen und wesensbedingten Probleme der Bearded Collies sind hinlänglich bekannt: Nieren, Schilddrüse, Herz, Magen/Darm, Autoimmunerkrankungen, Angst, Aggressivität. Immer wieder erreichen uns Zuschriften von Beardie-Besitzern, die diese Dinge beklagen.

Übrigens: Auch ein überzüchteter Beardie ist in der BBC-Dokumentation zu sehen, am Schluss von Teil 6.

Wir erinnern in diesem Zusammenhang an den sehr guten Artikel

 

„Wir tragen die Verantwortung“

 

des VDH in „Unser Rassehund“ 11/2001. Es wird allerhöchste Zeit, dass er in die Tat umgesetzt wird. Der VDH darf den Züchtern nicht länger erlauben, den Standard nach ihrem Gutdünken auszulegen. Kontrolle ist wichtig – nicht aus den eigenen Reihen (Richter = Züchter, da wird der Bock zum Gärtner gemacht), sondern mit unabhängigen Kontrolleuren. Auch der Gesetzgeber steht in der Pflicht; denn das deutsche Tierschutzgesetz (§ 11b) verbietet es, Tiere so zu züchten, dass sie leiden.

 

4.3.2009

 

 

MHC-Haplotypen bestimmen die Immunabwehr

 

Ein Durchbruch bei der Genanalyse:

Enge Verpaarungen führen zu gleichen Haplotypen. Diese sind verantwortlich für ein schwaches Immunsystem (üblicherweise Parta 1 und Parta 2, in einer finnischen Studie über 80 % der Hunde). Interessant dabei ist, dass die Arbeitsbeardies aus der Brambledale-Zucht andere Haplotypen haben. Mit anderen Worten: Arbeitsblut bringt Gesundheit in die Rasse.

Herausfinden kann man den Haplotyp eines Hundes mit einem Gentest (Blutanalyse). Ist entsprechendes Genmaterial vorhanden, kann man die Genvielfalt geplanter Verpaarungen testen lassen.

Finnisches Labor Genoscoper. Kosten: 130 Euro pro Test + 7 Euro Bearbeitungsgebühr (Stand 2010).

Bis gegen Ende 2010 wurden bereits 130 Bearded Collies aus Deutschland getestet.

Züchter sollten viel mehr darauf achten, ob Zuchtpartner einander mögen. Am Geruch erkennen sie unterschiedliche Immunsysteme (Voraussetzung für widerstandsfähigen Nachwuchs), und Geruch ebnet den Weg zur Lust. Wohin Zwangsverpaarungen (mit Festhalten) die Hundezucht geführt haben, wissen wir ja …

 

Quelle: Beardie Revue Nr. 55 und 56

 

31.12.2010

 

 

Beardie-Blog von „Pedigree Dogs Exposed“

 

Blog

"Pedigree Dogs Exposed" war ein Film über Qualzuchten, der die Hundewelt in Aufruhr versetzte. Die BBC weigerte sich daraufhin im Jahr 2009, die Crufts im Fernsehen zu übertragen, und der Kennel Club änderte auf öffentlichen Druck sehr schnell über 200 Rassestandards.

Vom Bearded Collie war damals nicht die Rede. Immerhin ist der Rassestandard okay, die Züchter bräuchten sich nur an die Vorgaben zu halten. Wir fordern das seit Erscheinen der Beardie-Bücher von Liesel Baumgart im Jahr 2000 sowie seit 2003 mit dieser Website.

Nun gerät der Beardie durch diesen Blog in die Qualzucht-Diskussion – mit Recht, denn das Fell ist eine Qual für die Hunde, und der weitere angezüchtete Unsinn (Ängstlichkeit und Aggression, Krankheiten, Intelligenzverlust) schadet der Rasse ebenfalls sehr.

Gezeigt werden im Blog zunächst 3 Fotos,

die die Entwicklung der Rasse verdeutlichen.

Foto von 1903:

geschorener Hund

Die Schäfer scheren ihre Hunde bei der Schafschur mit.

 

Foto von 1949:

Jeannie of Bothkennar

die Stammhündin der Beardie-Zucht

 

Foto von 2010:

Philemon Secret Smile with Sengalas

(Crufts-Sieger, in Deutschland gezüchtet)

 

Der Blog ist in englischer Sprache, man kann die Webseite automatisch übersetzen.

 

Zum Inhalt:

Der erste Satz sagt schon alles:

"A coat this profuse is head-shakingly stupid." / "Ein derart üppiges Fell ist zum Kopfschütteln töricht."

Neben diesem äußeren Problem, so heißt es, gäbe es innerliche Probleme: Autoimmunkrankheiten durch zu enge Verpaarungen. Es folgt der Hinweis, dass es noch Arbeitsbeardies gibt. Sie seien wertvoll, um frisches Blut in die Rasse zu bringen. Der Club wehre sich dagegen, denn der Bearded Collie sei eine gesunde Rasse und man wisse, dass hinter den arbeitenden Bearded Collies auch Border-Collie-Linien stecken, die Gesundheitsprobleme in die Rasse bringen könnten. Der Club befürchte auch neue Probleme durch das Merle-Gen (Taubheit, Blindheit).

Lynne Sharpe/Brambledale schreibt in dem Blog zu all dem, dass die Vorteile das Risiko bei weitem überwiegen.

 

Wir meinen:

Bereits im März 2005 berichtete die „Beardie Revue“, dass der Kennel Club erwog, das Zuchtbuch wieder zu öffnen, sprich: Arbeitsbeardies zuzulassen. Das scheiterte bisher am Widerstand der britischen Züchter – wir berichteten.

·         Die Hinweise auf Gesundheitsprobleme der Border-Collie-Linien sind eine Ausrede. Farmer/Schäfer hätten kranke Hunde längst aussortiert und mit ihnen nicht gezüchtet, da Arbeitshunde gesund sein müssen.

·         Border Collies kamen in Beardie-Würfen noch bis in die 1970er Jahre zur Welt - also ein „Problem“, das zu lösen ist; es wurde ja bereits einmal gelöst.

·         Der Hinweis auf das Merle-Gen ist ernst, auch wenn Züchter gut mit dem Merle-Gen umgehen können (Farmer tun das seit langem): Man darf nicht zwei Hunde verpaaren, die das Merle-Gen tragen - und da Träger des Merle-Gens meistens durch Äußerlichkeiten zu erkennen sind (es wird dominant vererbt, Erbfaktor M), ist es relativ einfach, nicht zwei solche Hunde zu verpaaren. Allerdings muss man die Einschränkung machen, dass das Merle-Gen häufig unterschätzt wird. Auch bei sorgfältiger Zuchtauswahl kann es Probleme geben: Gesundheitliche Störungen können schon auftreten, wenn nur ein Elternteil dieses Gen trägt, zum Beispiel Störungen des Hörvermögens/Gleichgewichtssinns (Innenohr), der Augen, des Herzens und der Fruchtbarkeit. Manchmal zeigt sich das dominant vererbte Merle-Gen äußerlich so gering, dass man die Veranlagung kaum erkennt. Es gibt auch „stille“ Träger des Merle-Gens, die keine Merle-Scheckung tragen. So können bei einer unbeabsichtigten Verpaarung Merle x Merle reinerbige, kranke Merle-Hunde zur Welt kommen. Wenn mit Hunden gezüchtet wird, in deren Ahnentafel Merle auftaucht, sollte ein Gentest Voraussetzung für eine weitere Zucht sein. Viele Welpen-Interessenten finden diesen Farbschlag besonders hübsch. Wir warnen davor. Merle ist ein Defektgen – und das sollte man nicht fördern.

·         Unserer Ansicht nach ist eine Vermischung von überzüchteten Hunden mit Arbeitsbeardies nicht sinnvoll. Die Gene würden zwar verbessert, aber die Probleme der überzüchteten Beardies würden weiterhin auftauchen. Das Leiden der Rasse würde nur verlängert – und das ist natürlich nicht wünschenswert! Das wissen auch die Farmer/Schäfer, die ihre Hunde für eine Vermischung nicht zur Verfügung stellen mögen – ihre Hunde sind ihnen zu wertvoll dafür. Sinnvoll wäre ein kompletter Neuanfang.

·         Bei den „inneren Problemen“ geht es um weit mehr als um Autoimmunerkrankungen. Häufig treten Probleme auf mit: Nieren, Schilddrüse, Herz, Magen/Darm, Bewegungsapparat. Das Wesen (Ängstlichkeit und Aggression) sowie der Verlust der Intelligenz sind ebenfalls zu berücksichtigen.

 

23.1.2011

 

 

Mit Würmern gesünder

 

In der Sendung „Planet Wissen“ (Thema: Darm, Juli 2004) sagte der Gastroenterologe Prof. Dr. Jens Encke, Haustiere hätten weniger Allergien gehabt, als sie noch nicht so häufig entwurmt wurden.

Er bezog sich auf Behandlungen von Menschen, denen die Larven des Schweinepeitschenwurms verabreicht werden, um Allergien und entzündliche Darmerkrankungen zu heilen. Anlass dazu war eine Hygiene-Studie bei Kindern, die auf Bauernhöfen Kontakt zu Stalltieren hatten.

Daraus lässt sich schließen, dass häufiges Entwurmen von Hunden nicht nur mit Allergien, sondern auch etwas mit entzündlichen Darmerkrankungen (z. B. IBD) zu tun haben könnten.

 

4.7.2011

 

 

Film „Viel Rasse, wenig Klasse“

 

online ansehen

Sehr sehenswert - wenn auch etwas einseitig auf Hunde „mit wenig Nase“ bezogen.

Dieser Film bestätigt allerlei, was wir den Lesern unserer Website seit Jahren nahebringen möchten.

Die Professorin Irene Sommerfeld-Stur vom Institut für Tierzucht und Genetik in Wien erklärt in dem Film das „Popular Sire Syndrom“ (genetische Verarmung durch häufigen Einsatz weniger Deckrüden). Von 500 bekannten Erbkrankheiten ist die Rede, hervorgerufen durch zu enge Verwandtschaft der Zuchthunde.

Besonders aufgefallen sind uns im Film die Aussagen,

-    man dürfe die Verantwortung der Käufer nicht unterschätzen, die all die übertypisierten Hunde kaufen (!!!)

-    mafiaähnliche Verhältnisse, es gehe vor allem ums Geld.

Das deckt sich mit unseren Erfahrungen, nachzulesen auf unseren Webseiten.

Der Film zeigt u. a. die Einkreuzung einer fremden Rasse („Hybridzucht“, hier: Australian Shepherd) beim - lt. Züchter-Aussage - erblich stark belasteten Nova Scotia Duck Tolling Retriever.

Eine Einkreuzung, die die Gene verbessern soll, wurde bereits vor vielen Jahren in dem Buch „Hundezucht 2000“ von dem Genetiker Dr. Hellmuth Wachtel empfohlen (auch dies ist auf unserer Website seit langem zu lesen). Gegen so etwas sträubt sich der VDH nach wie vor bzw. er verlangt im Einzelfall kaum erfüllbare Auflagen. Der Züchter aus dem Film spricht auf seiner Website von „Veredelungszucht“. Sein zur Welt gekommener Wurf mit Eltern aus 2 Rassen soll gesünder sein als vorangegangene Würfe in dieser Zuchtstätte, in denen Welpen Mängel hatten.

 

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Hunderassen

 – auch der Bearded Collie –

sind durch Einkreuzung anderer Rassen entstanden.

Warum soll das auf einmal falsch sein?

Rassehunde haben sowieso kein „reines Blut“.

 

 

So weit, so gut.

Doch ganz so einfach ist es nicht.

Züchter, die in der Hybridzucht (mit anschließender Rückkreuzung auf den Typ der Ursprungsrasse) die Lösung aller Probleme sehen, müssen einiges beachten:

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Sie müssen selbstverständlich dafür sorgen, dass nicht mit einem vorhandenen Hund (meist Hündin) gezüchtet wird, der bereits überzüchtet oder gar krank ist bzw. der bereits überzüchtete/kranke Welpen gebracht hat (rezessive Vererbung).

Das heißt: Erst einmal muss ein optimaler Grundstock (Zuchthündin) angeschafft werden.

Es ist nicht sinnvoll, kranke oder wesensschwache (oder auch „nur“ allzu lang und üppig behaarte) Hunde mit guten Partnern anderer Rassen zu verpaaren, um „die Fehler auszugleichen“. Diese Rechnung geht auf lange Sicht genetisch nicht auf.

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Die ergänzende Rasse muss sorgfältig gewählt werden (gutes Wesen, keine rassetypischen Krankheiten), damit der Schuss nicht nach hinten losgeht. Autoimmunerkrankungen sind z. B. bei Hunden vieler Rassen ein Problem, und krank x krank = krank!

Zum Beardie würden Border Collies oder Bobtails passen (verwandte Rassen), doch auch sie haben ihre Fehler: Hyperaktivität/allzu starker Arbeitseifer, Aggressivität, Massen von Fell ...

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Auch der ins Auge gefasste Zuchtpartner muss sehr sorgfältig ausgesucht werden. Er darf noch keine kranken Nachkommen haben.

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Das Wesen der Hybrid-Nachkommen kann sich ebenso verändern wie das Aussehen. Hütehund x Jagdhund, wie im Film gezeigt, ist nicht gerade eine gelungene Kombination.

 

Übrigens: Seit vielen Jahren gibt es die Wäller-Zucht (Briard x Australian Shepherd), mit der die Rassebegründerin den Briard verbessern wollte. Die Nachkommen sind immer noch recht uneinheitlich und als Rasse nicht anerkannt (Stand: 2011).

 

 

Gut zu wissen:

 

 

 

Bei den Bearded Collies

sind die Züchter in der glücklichen Lage,

dass es unter den Arbeitsbeardies in Großbritannien

noch gesunde Hunde zum „Auskreuzen“ gibt

(nur für gesunde, nicht überzüchtete Zuchtpartner!).

Dies geschieht bereits mit Hunden der Zuchtstätte Brambledale

in einem „Outcross“-Projekt,

immer noch von Züchtern argwöhnisch betrachtet.

(Ein Schwachpunkt dort ist das tolerierte Merle-Gen.)

 

 

Prof. Sommerfeld-Stur sagte:

-    „Der durchschnittliche Hundezüchter ist, was Genetik betrifft, ein Dilettant.“

-    „Ich bin sehr pessimistisch, weil ich jetzt etwa seit 30 Jahren die Entwicklung verfolge und es sich immer nur zum Schlechteren entwickelt hat. Man wird wahrscheinlich lernen müssen, mit kranken Rassehunden zu leben.“

Das befürchten wir insbesondere für die Beardies auch, nach ähnlich langer Beobachtung der „Szene“. Aus diesem Grund haben wir inzwischen unsere Wurf-Empfehlungen eingestellt, denn:

Potentiell belastete Hunde (erbkrank, pflegeintensiv, wenig intelligent, wesensschwach) kann man keinem Welpenkäufer zumuten.

 

Nicht in Ordnung finden wir selbstverständlich das im Film gezeigte künstliche Absamen von Rüden, die den Deckakt nicht mehr selbst schaffen. Hier stehen die Tierärzte in der Verantwortung, sich ihrem Gewissen mehr verpflichtet zu fühlen als ihrem Geldbeutel.

 

Fazit:

-    Die Zucht auf ein bestimmtes Merkmal geht nicht gut (Beardie: „Schönheit“ mit viel Fell).

-    Erschreckend, wie vehement verbohrte Züchter trotz massiver Probleme ihre Zuchtziele verteidigen (wir kennen das zur Genüge). Es wird bewusst mit übertypisierten und/oder kranken Tieren gezüchtet – und auch der VDH weiß das.

-    Eine Deckbegrenzung für Rüden aller Rassen wäre sinnvoll, um den Verwandtschaftsgrad nicht noch enger werden zu lassen.

-    Rassehund x Rassehund ist nicht gleich gesunder Mix! Wer einen Hybriden möchte, kann auch ins Tierheim gehen. Dort gibt es jede Menge Hunde, die Eltern aus 2 Rassen haben. „Designerhunde“ wie Labradoodle (Labrador x Pudel) kosten oft unverschämt viel Geld – und auch bei ihnen wird es über kurz oder lang genetisch immer enger.

-    Man fragt sich: Welche Rasse ist nicht von zu enger Zucht – und damit Krankheit, Wesensschwäche, Übertypisierung - betroffen? Fatal wäre der Rückschluss, einen Rassehundwelpen beim Billig-/Massenzüchter oder Hundehändler zu kaufen, weil man meint, alle Rassehunde seien ja eh krank, dann könne man auch Geld sparen. Die Gesundheitsvorsorge beim VDH-Züchter, die besseren Aufzuchtbedingungen usw. sind ihr Geld wert!

-    Züchter, die weiter denken, werden sich fragen: Welche Rasse wäre denn  überhaupt noch gesund genug für einen Hybrid-Wurf? Es gibt auch jede Menge kranke Mischlinge.

-    Die Gesundheitsuntersuchungen, die für eine Rasse vorgeschrieben sind, geben dem Welpenkäufer einen Hinweis darauf, unter welchen Problemen die Rasse leidet - unter anderem ...

-    Alarmierend: Um die Rassehundezucht ist es in Deutschland ähnlich schlimm bestellt wie in Großbritannien. Der Film erinnerte sehr an den Skandalfilm „Pedigree Dogs Exposed“.

 

24.8.2011

 

 

Gelassenheit durch Kohlehydrate

Nach einer Studie (Miller, Pattison et al., 2014) bleiben Hunde, die Kopfarbeit leisten sollen, Stress ausgesetzt sind oder über schlechte Impulskontrolle oder Frustrationstoleranz verfügen, viel gelassener, können sich sogar deutlich besser konzentrieren und sind lösungsorientierter, wenn sie ausreichend mit Glucose oder Fructose (aus Getreide bzw. Früchten) versorgt wurden.

Quelle: Zeitschrift „dogs” 2/2016

Dies dürfte alle Hundehalter interessieren, die Nahrung mit hohem Fleischanteil bevorzugen und/oder Überdrehtheit bisher nur mit Schilddrüsenproblemen in Verbindung gebracht haben.

 

Andererseits geht das bekannte Buch „Hilfe, mein Hund ist unerziehbar! Verhaltensänderung durch Futterumstellung“ von fatalen Auswirkungen von Getreidefütterung aus.

 

Bei einem Vortrag an der Tierärztlichen Hochschule in Hannover, der schon ein paar Jahre zurückliegt, wurde mitgeteilt, dass es bei zu viel Fleisch zu schweren Organschäden gekommen sei, insbesondere der Nieren. Man rät zu max. 60 % Fleisch, dazu 20 % Getreide und 20 % Gemüse/Obst.

 

23.3.2016

 

 

Die SLO-Forschung soll Fortschritte machen.

Blutproben von betroffenen Bearded Collies gesucht!

SLO (Symmetrische lupoide Onychodystrophie) ist

·      eine Autoimmunerkrankung mit nicht normalem Krallenwachstum,

·      spröden, rissigen, gespaltenen und/oder blutenden Krallen,

·      die abbrechen, ausfallen oder gezogen werden müssen

·      und mit schmerzhaften Entzündungen einhergehen.

·      Betroffene Hunde lecken häufig an ihren Pfoten (die Pfotenhaare können durch Speichel rosa werden)

·      und können Probleme beim Laufen haben.

 

Wir freuen uns, dass diese vermutlich erblich bedingte Erkrankung erforscht werden soll, und geben gern den Aufruf der Besitzerin eines betroffenen Bearded Collies weiter:

 

 

Hallo …...

Ich möchte mich als betroffener SLO Beardiebesitzer mit einer Bitte an Euch wenden.

Meine behandelnde Tierärztin Frau Dr Dölle in Hamburg steht im Kontakt mit Prof. Tasso Leeb vom Institut für Genetik an der Uni Bern und er ist sehr interessiert an der SLO beim Bearded Collie. Dafür benötigen wir momentan insgesamt erstmal 10 Blutproben von betroffenen Beardies mit einer Kopie der Ahnentafel. Die Blutproben können beim eigenen Tierarzt genommen werden, mit Hinweis „Für Forschungsarbeit" und mit einer Kopie der  Ahnentafel nach Hamburg zu Dr Dölle geschickt werden, die dann alle Proben nach Bern schickt.

Desweiteren werden 10 Blutproben nichtbetroffener Beardies nach Bern geschickt, das dürfte in Hamburg kein Problem sein, da wir genug Beardies kennen.
Alle Blutentnahmen von Frau Dr Dölle sind kostenlos, da auch sie sehr interessiert an den Zusammenhängen SLO beim Bearded Collie ist.

Da die letzte Studie in München leider abgebrochen wurde und mittlerweile neue Verfahrungen zur Verfügung stehen, wäre eine Teilnahme sehr hilfreich, vielleicht hilft es uns und allen weiteren Beardiebesitzern ein Stück weiter.

Für weitere Informationen und eine Zusage zur Blutentnahme bitte per mail an mich.

Silke Puls  

landseerfreundin@t-online.de

 

 

Die Blutproben werden bis Ende April 2019 benötigt.

 

14.4.2019

 

§ §

„Gassi-Verordnung“ geplant

Was kommt auf Hundehalter zu?

 

Am 17.8.2020 wurde eine neue Verordnung angekündigt,

eine Initiative der Bundeslandwirtschaftsministerin.

Die Verordnung soll dem Tierwohl dienen. Es geht um Fürsorge.

 

Hunde sollen mindestens zweimal täglich ausgeführt werden,

insgesamt mindestens 1 Stunde Auslauf im Freien,

außerhalb eines Zwingers, mit Kontakt zu Umweltreizen.

Wir meinen: Das kann man nicht pauschal vorschreiben.

·       Welpen sollten erst mit 6 Monaten eine halbe Stunde am Stück laufen,

um die Entwicklung des Knochenbaus nicht zu gefährden.

·       Ältere Hunde können mit einer halben Stunde überfordert sein,

vor allem wenn sie beim Laufen Schmerzen haben (Arthrose) oder unter einer Herzschwäche leiden.

·       Ein Husky hat sich nach einer halben Stunde gerade erst aufgewärmt,

für einen schnaufenden Mops und für andere kurznasige Hunde kann eine halbe Stunde zu viel sein.

Begründet wird der Vorschlag mit „neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Bedürfnisse von Hunden“. Wissenschaftler hätte man dazu wirklich nicht gebraucht.

Und was ist mit geistigen Anregungen? Auch sie sollten selbstverständlich sein.

 

Zwingerhaltung und Anbindehaltung (Kettenhunde) sollen untersagt werden.

Das ist längst überfällig.

 

Hunde dürfen nicht den ganzen Tag sich selbst überlassen bleiben.

Leider kommt so etwas immer noch häufig vor.

Hier sind die Verkäufer der Hunde in der Pflicht:

Würden sie besser überprüfen, wie gut oder schlecht der zukünftige Besitzer geeignet ist, ein Tier zu halten, gäbe es viel weniger Leid. Wer einer 80-Jährigen, die nur noch mit Rollator langsam laufen kann, einen ungestümen Terrierwelpen verkauft oder einen Hund an jemanden abgibt, der ganztags außer Haus ist und seinen Vierbeiner nur abends „aus der Ecke holen“ will, handelt verantwortungslos.

4 Stunden Alleinsein sollte das Maximum sein – auch weil ein Hund nicht gezwungen werden darf, „Geschäftliches“ länger zurückzuhalten.

 

Das Ausstellen von Hunden, die qualvoll überzüchtet wurden, soll verboten werden.

Es gebe Merkmale, „die Menschen sehr schön finden, aber für die Tiere ein erhebliches Leid bedeuten".

Wir sind absolut dafür – auch wenn das bedeuten sollte, dass Bearded Collies von Ausstellungen ausgeschlossen werden. Es wäre gut, wenn der Anreiz für Züchter wegfallen würde, überzüchtete Hunde hervorzubringen. Kein Hund braucht extrem langes Fell (30 cm sind „kurz“ für heutige Beardies, bis zu 60 cm wurden gemessen). Solch eine „Haarpracht“ behindert den Hund, lässt ihn im Sommer leicht überhitzen und führt zu unnötig langen Pflegestunden.

 

Hundezüchter sollen höchstens drei Hündinnen betreuen dürfen, die gleichzeitig Welpen haben. Mindestens vier Stunden täglich sollen sich Hundezüchter um Welpen kümmern, damit eine Prägung auf den Menschen gewährleistet ist.

Für verantwortungsbewusste Züchter ist dieses Minimum selbstverständlich.

 

Wer seinen Hund bisher gut behandelt hat, braucht die Verordnung nicht zu fürchten.

 

Das Tierschutzgesetz und die Landeshundegesetze regeln die Hundehaltung bereits.

Eine Verordnung ist nur etwas wert, soweit die Einhaltung kontrolliert wird.

Wenn die Behörden schon überfordert sind, eine Anleinpflicht im Park zu überwachen,

können wir uns ungefähr vorstellen, wie auch ein „Gassi-Gesetz“ verpufft …

 

Bleibt zu hoffen,

dass die neue Verordnung nicht mit derselben heißen Nadel gestrickt wird

wie einst das Kampfhundegesetz.

Über allem muss das Wohl der Tiere stehen.

 

21.8.2020

 

 

 

Niemand weiß,

 welche Nachricht von Bedeutung ist,

 bevor hundert Jahre vergangen sind.

Friedrich Nietzsche

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Neuigkeiten erschnuppern