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Beardie-Wissen auf den
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www.beardedcollie.de
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Interessengemeinschaft COMING HOME zum
Erhalt des echten Bearded Collies |
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Früher unterschied man bei den Bearded Collies:
Sie vermischten sich. Heute können alle 4
Farbvarianten in einem Wurf zur Welt kommen:
Durch die beiden Weltkriege starb die Rasse
fast aus. Die kleineren Border Collies waren in „schlechten Zeiten“ leichter
durchzufüttern. Arbeit als Herdenschützer, die der Border Collie nicht
ausführen kann, war kaum noch nötig, weil es keine abzuwehrenden Raubtiere
mehr gab. die Stammeltern aller heutigen Beardies Jeannie und
Bailie of Bothkennar mit dem ersten Wurf 1950 Neuanfang nach dem Zweiten Weltkrieg In den 1940er Jahren schickte man der
englischen Züchterin Mrs. G. O. Willison einen Welpen, der sich als Bearded
Collie entpuppte. Diese braune Hündin wurde als Jeannie of Bothkennar
registriert. Mit ihr als Stammhündin und dem zufällig beim
Strandspaziergang in Hove (Nähe Brighton) gefundenen Rüden Bailie verhalf
Mrs. Willison der Rasse durch unermüdlichen Einsatz zu einem Comeback –
hauptsächlich als Familienhund. Sie suchte immer wieder bei den britischen
Schäfern nach den seltenen Hunden vom Typ Bearded Collie, ließ sie registrieren
und achtete sehr sorgfältig auf eine gute Wahl der Zuchtpartner, um es
möglichst nicht durch zu enge Verpaarungen zu gesundheitlichen Problemen
kommen zu lassen. In der Anfangszeit kamen im selben Wurf
unterschiedliche Welpen zur Welt: Einige sahen wie Bearded Collies aus,
andere eher wie Border Collies. Man unterschied sie an der Ohrform. Der
Border-Collie-Typ hat zudem eine andere Gesichtsform. Das kommt auch heute
noch bei Verpaarungen mit Arbeitsbeardies vor und hat nichts mit den spitzen
Schnauzen von überzüchteten Bearded Collies zu tun (Zahnprobleme).
... mehr über die Abstammung Zeichnung aus dem Buch „Hunde erkennen und bestimmen“ So sehen Beardies heute nur
noch selten aus. Kaum jemand würde anhand
dieser Zeichnung einen heutigen Beardie erkennen, mit überlangem, üppigem Fell. Die überzüchteten
(„modernen“) Bearded Collies Wer den Rassestandard gelesen oder die Abbildung eines standardgerechten
Bearded Collies gesehen hat, würde in den meisten der heutigen Hunde dieser
Rasse keinen Beardie mehr erkennen. In vielen Punkten
weichen die übertypisierten Bearded Collies – die angebliche
Elite der Rasse – vom Rassestandard ab,
auf den ersten Blick vor allem vom Fell her.
... mehr über die Probleme der Schönheitszucht.
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In Europa gibt es nur
noch sehr wenige ursprünglich gebliebene Beardies – Hunde, die hüten
können und in deren Ahnentafeln keine überzüchteten „Show-Beardies“
vorkommen. Manche Züchter zeigen
ihre Hunde im Internet mit Schafen – ein Zeichen, dass man
sich bemühen will. Leider gingen bei der Schönheitszucht der
Hütetrieb und der Instinkt im Umgang mit einer Herde
teilweise verloren. Wohl die wenigsten Beardies wissen heutzutage
noch etwas mit Schafen anzufangen. Manch einer hat sogar Angst vor großen
Tieren. |
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In Großbritannien werden Beardies noch vereinzelt als Hütehunde
eingesetzt, teilweise ohne Ahnentafel des Kennel Clubs
und mit einem Aussehen, das manchmal in Richtung Border Collie geht. In Wales bemüht sich eine langjährige
Züchterin, die die Rassebegründerin Mrs. Willison noch
gekannt hat, den echten Bearded Collie durch Einkreuzen
von Arbeitshunden zu erhalten. Diese Hunde haben keine Papiere des Kennel
Clubs, sie sind aber in der Working
Bearded Collie Society registriert, so dass ihre Ahnen dokumentiert sind. Der Kennel Club soll einer Registrierung dieser
„Outcross“-Beardies aufgeschlossen gegenüberstehen, die britischen Züchter allerdings weniger –
wie nicht anders zu erwarten (vitale Konkurrenz). Leider wird bei dem Outcross-Projekt die
Fellvariante Merle toleriert, die ein gewisses Gesundheitsrisiko birgt. „Wenn es ein Merle ist, ist es kein Bearded
Collie“, meint eine britische Züchtervereinigung. Wir lehnen das Defektgen Merle in der Rasse
genauso ab, wie das deutsche Qualzuchtgutachten es tut. Die Hunde in Wales wurden umfangreichen
genetischen Gesundheitstests unterzogen. In Deutschland und Frankreich darf mit
Bearded Collies, die auf Arbeitsbeardies zurückgehen,
offiziell gezüchtet werden. Mehr über die Zucht in Wales und das
Outcross-Projekt: Brambledale sowie: „Kampagne für den echten Beardie“ – Download mit Adobe
Reader (dieser Artikel stammt schon aus dem Jahr
1997!) und Zwei Reisen nach Wales zu Dr. Lynne
Sharpe/„Brambledale“ (incl. mehr über die Merle-Problematik) „Hallo, Schaf!“ In Amerika trifft man häufiger als in Europa Bearded
Collies, die auf Arbeitstauglichkeit geprüft wurden. Wir haben jedoch auch Bilder aus den USA
gesehen, die das „Hüten“ in einem winzigen Drahtpferch zeigten. Das hatte
wenig mit Hütearbeit zu tun, die Schafe wurden nur von einer Ecke in die
andere geschickt. ... mehr über Arbeitsbeardies.
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In Deutschland haben sich einige Liebhaber der Rasse das
Ziel gesetzt, den echten, standardgemäßen Bearded Collie
(„alter Typ“) zu erhalten:
Also als
pflegeleichten, unproblematischen Familienhund. Nachdem Mrs. Willison
diese wundervolle Rasse mit so viel Mühe vor dem Untergang bewahrt hatte, war
es Ende der 1990er Jahre noch einmal höchste Zeit, den Beardies Hilfestellung
zu geben. Sie sollten in der guten alten Form überleben können und nicht
durch kurzsichtig handelnde Züchter völlig verdorben werden, mit viel Leid
für die Hunde und oft großer Belastung für die Besitzer. Deshalb schrieb eine
Liebhaberin der Rasse, Liesel Baumgart, 1999 das Buch „Bearded Collie –
Sanfter Zottel mit Herz und Köpfchen“, in Zusammenarbeit mit einer Züchterin
und unter Einbeziehung der verfügbaren deutschen, englischen und
amerikanischen Beardie-Literatur. Das inzwischen ausverkaufte Buch war ein
Plädoyer für den „alten Typ“, den standardgerechten Bearded Collie. Es sollte
die Welpeninteressenten aufklären und die Züchter zum Nachdenken anregen. Bald zeichnete sich ab, dass der Aufruf an die Züchter nicht reichen würde. Das Buch wurde zum „roten Tuch“ für die Modezüchter, viele leugneten die Überzüchtung. Deshalb wurde im Jahr 2003 unter der Schirmherrschaft der Autorin eine Interessengemeinschaft zum Erhalt des echten Bearded Collies gegründet, mit dem Namen COMING HOME: Der Bearded Collie sollte „nach Hause kommen“, zurück zu seinen Wurzeln. Die Interessengemeinschaft stellte unter beardie-special.de eine aufklärende Website ins Netz. Weil es unzählige Anfragen zu Problemhunden gab, wurde die Website bald erweitert durch beardedcollie.de, mit allgemeinen Beardie-Themen. |
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Die meisten Züchter
und Zuchtrichter blieben jedoch uneinsichtig – und die Welpenkäufer waren zu
gleichgültig („So schlimm kann es wohl nicht sein …“) oder angesichts
niedlicher Welpen zu wenig standhaft, um die Zuchtrichtung maßgeblich zu
beeinflussen. Verantwortungsbewusste Züchter, die nach wie vor
die Rasse in möglichst wenig überzüchteter Form erhalten wollen, muss man
heutzutage suchen wie die sprichwörtliche Stecknadel im Heuhaufen. Auch mit
bester Motivation ist es für diese Züchter kaum noch möglich, für ihre
Hündinnen Zuchtpartner ohne Modelinien in der Ahnentafel zu finden. Immerhin
gibt es inzwischen auch ein paar Züchter, die für ihre nicht mehr ganz
standardgemäßen Hündinnen Deckrüden mit möglichst wenig Überzüchtung suchen.
Das ist jedoch nichts Halbes und nichts Ganzes, es bringt den
standardgerechten Beardie – den „alten Typ“ – nicht zurück. Was genetisch
einmal verdorben wurde … Inzwischen suchen
sogar einige Modezüchter händeringend nach gutem „Zuchtmaterial“, wollen „ein
paar alte Gene retten“ und/oder beklagen, dass es „plötzlich nichts mehr
gibt“ … |
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Das Wesen des Bearded
Collies |
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